Auf trockenen Halbinseln – die interessantesten Grenzräume Mitteleuropas

Die Grenzen in Mitteleuropa entstanden häufig als Produkt von Konflikten oder willkürlichen Entscheidungen und wurden meistens über den Köpfen der Menschen hinweg gezogen. Schon ein flüchtiger Blick auf die Landkarte zeigt, dass es nicht wenige Stellen gibt, an denen die Grenzführung aus verschiedenen Gründen einen besonderen Charakter hat: Das Gebiet eines Landes ist dort nämlich von mehreren Seiten vom fremden Staatsgebiet umgeben. Das Leben in solchen „trockenen Halbinseln“ war schon immer anders, meistens schwieriger, aber auch spannender als im Landesinneren. Vor allem in der Zeit des kalten Krieges und der kommunistischen Diktaturen konnte man die Grenze um sich herum nicht übersehen und gar nicht ignorieren – dies galt auch für die Grenzgebiete „sozialistischer Bruderstaaten“. Heute spürt und sieht man in den Landzungen, die innerhalb des Schengener Raumes liegen, wohl am deutlichsten, dass der Traum von einem Europa ohne trennende Grenzen vor unseren Augen in Erfüllung gegangen ist.

Das Projekt wird in verschiedener Form Erfahrungen von Menschen schildern, die in von fremdem Staatsgebiet umgebenen mitteleuropäischen Landzungen leb(t)en. Ziel des Projekts ist es, die Prägung der Orte durch den jeweiligen Grenzverlauf zu recherchieren und über einen Alltag zu erzählen, in dem Grenzen Schicksale beeinflussten und auch heute noch steuern. Erst wenn man Berichte von Menschen gehört hat, die mit ihren Nachbarn, die in Sichtweite lebten, nicht sprechen und sich nicht ohne Weiteres besuchen konnten, wird man sich völlig bewusst, welches Geschenk wir mit den durchlässigen EU-Binnengrenzen bekommen haben.

Im Projekt wurde eine interaktive Karte entwickelt, die hier abrufbar ist: Grenzräume Mitteleuropas – Auf trockenen Halbinseln die interessantesten Grenzräume Mitteleuropas

Citizens for EU Enlargement (CitizEn) – Building Societal Readiness for an Enlarged European Union 

The project Citizens for EU Enlargement (CitizEn) addresses the need for 

  1. an informed public debate
  2. more citizen involvement in the enlargement process to ensure societal readiness for future EU accessions 
  3. better exchange between think tanks in candidate countries of the Western Balkans and Eastern Europe as well as the EU member states.  

By uniting the activities of individual think tanks and NGOs in the form of a campaign, the project will channel efforts to strengthen the European project both within and outside of the current EU. Workshops will bring together NGOs and think tanks from 11 EU member states with the highest levels of enlargement scepticism – France, Czechia, Austria, Germany, Estonia, Italy, Greece, Bulgaria, Belgium, Slovakia and Portugal (Eurobarometer, September 2025) – and from EU candidate countries, enabling them to share challenges and best practices on how to communicate with citizens on EU enlargement. The findings will be developed into a joint strategy and toolkit to improve communication, information-sharing and citizen engagement around EU enlargement to prepare societies for an enlarged EU. 

Objectives  

  • Improved public understanding of EU enlargement in both candidate and member states 
  • Enhanced citizen participation and reduced misconceptions about enlargement 
  • A more informed voting behaviour in the upcoming elections determining the governments of the EU member countries as well as the next European elections 
  • Contribution to a stronger, more connected European project in line with the Calouste Gulbenkian Foundation’s priorities 
  • Continued cooperation in the established cross-border network of thinks tanks and NGOs in at least three candidate countries as well as at least eleven EU countries 

 

Funding:  

Calouste Gulbenkian Foundation

 

Duration: 

January – December 2026 

 

Project coordinators: 

Sophia Beiter (s.beiter@idm.at) 

Rebecca Thorne (r.thorne@idm.at) 

Elena Marko (e.marko@idm.at)

Ninon Bouteloup (n.bouteloup@idm.at)