Ende des Orbán-Systems: Was ist passiert, und was kann jetzt folgen?

Date/Time
May 5, 2026
16:30 - 18:00 CEST/CET


Ende des Orbán-Systems: Was ist passiert, und was kann jetzt folgen?

5. Mai 2026 (Dienstag)

16.30 – 18.00 

On Site / Online 

Seminarraum, Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (Wien 1090, Hahngasse 6)

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Am 12. April fanden die Parlamentswahlen in Ungarn statt. Die bisherige Regierungspartei von Viktor Orbán erlitt dabei eine schwere Niederlage – nicht zuletzt infolge des Wahlsystems, das bislang Orbáns Fidesz-Partei begünstigt hatte. Die neue Oppositionspartei Tisza konnte mit 52 Prozent der Stimmen eine Zweidrittelmehrheit im ungarischen Parlament erringen. 

 

Diese Mehrheit ermöglicht es der neuen Regierung, das Orbán-System samt Verfassung und zentralen Gesetzen auf legalem und friedlichem Weg zu verändern. Selbst Orbán hat das Wahlergebnis anerkannt. Statt einer zuvor befürchteten Verfassungskrise ist damit der Weg für einen umfassenden politischen Wandel frei. 

Das neue ungarische Parlament wird am 9. Mai zu seiner ersten Sitzung zusammentreten, bei der Péter Magyar zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. 

Da die neue Regierung über die für umfassende Verfassungsänderungen bzw. sogar für eine neue Verfassung erforderliche Mehrheit verfügt, kann sie die von Fidesz-Loyalist*innen besetzten Institutionen – wie das Amt des Staatspräsidenten, das Verfassungsgericht und die Generalstaatsanwaltschaft – neu ordnen und so einer möglichen Blockadepolitik dieser Einrichtungen vorbeugen. 

 

Am 5. Mai 2026 veranstaltet das IDM gemeinsam mit dem Karl-Renner-Institut und dem Campus Tivoli eine Podiumsdiskussion über die Gründe für Orbáns Niederlage und die Möglichkeiten eines politischen Systemwechsels in Ungarn. 

Dabei wird erörtert, warum Orbán letztlich die Mehrheit verlor und wie die neue Regierung Ungarn zu einer liberalen Demokratie sowie zu einem verlässlicheren Partner innerhalb der EU entwickeln kann. 

Die Veranstaltung wird auch auf dem YouTube-Kanal des IDM live übertragen. 

 

Begrüßung:  

Dr. Robert Lichtner (Vorstandsmitglied, IDM) 

Einführung und Moderation: 

Dr. Dr. Peter Techet, wissenschaftlicher Mitarbeiter, IDM (Wien) 

Diskussion: 

Caroline Ferstl, M.A., Journalistin, KURIER (Wien) 

Dr. Gábor Egry, Historiker, Direktor des Instituts für Politikgeschichte, Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (Budapest / Wien) 

 

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