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IDM PPS 1/2019: 10 Jahre Östliche Partnerschaft und Parlamentswahlen in Moldau – Perspektiven und Empfehlungen für den Donauraum
IDM News   Wednesday, 10 April 2019

IDM PPS 1/2019: 10 Jahre Östliche Partnerschaft und Parlamentswahlen in Moldau – Perspektiven und Empfehlungen für den Donauraum

10 Jahre Östliche Partnerschaft und Parlamentswahlen in Moldau – Perspektiven und Empfehlungen für den Donauraum //
10 years of Eastern Partnership and parliamentary elections in the Republic of Moldova – prospects and recommendations for the Danube Region

Sebastian Schäffer/Sergiu Musteață

[English version below]
Um die sechs Länder in der gemeinsamen Nachbarschaft mit der Russischen Föderation – Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und Ukraine – an die Europäische Union anzunähern, startete im Mai 2009 die Östliche Partnerschaft (ÖP). Als östliche Dimension der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) traf diese Initiative damals weitgehend auf Skepsis. Seitdem sind einige Veränderungen angestoßen worden, jedoch nicht zwangsläufig in die Richtung, die Brüssel beabsichtigt hatte. Die mangelnde Antizipation damit einhergehender Konsequenzen auf Seiten der EU-Mitgliedstaaten sowie die teilweise widersprüchlichen Standpunkte gegenüber Moskau sowie auch die Fähigkeit des Kremls, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu nutzen, haben unter anderem zur Annexion der Krim geführt. Darüber hinaus haben die Konflikte in der Region zugenommen und die EU-Russland Beziehungen befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Die Schuld liegt aber nicht nur bei den externen Akteuren, auch die Zielländer der ÖP haben selbst zu dieser Entwicklung beigetragen. So wandelte sich der einstige Musterschüler, die Republik Moldau, in ein Land, das politisch und gesellschaftlich feststeckt – international zwischen der ÖP und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und im Inland zwischen einem Oligarchen mit einer pro-europäischen Fassade und einem pro-russischen Präsidenten. Nach der Parlamentswahl scheint es momentan keine Möglichkeit zur Regierungsbildung zu geben. Ironischerweise ereignete sich der „Diebstahl des Jahrhunderts“, bei dem 2014 eine Milliarde Dollar aus drei moldauischen Banken unter immer noch ungeklärten Umständen verschwand, ausgerechnet im selben Jahr, als Chişinău erfolgreich die Visafreiheit seiner BürgerInnen mit der EU ausgehandelt hatte. In der benachbarten Ukraine sterben fünf Jahre nach der Revolution der Würde im Osten des Landes immer noch Menschen, was nicht ohne politische Folgen bleiben kann. Die Enttäuschung über den Mangel an Reformen führte dazu, dass ein Fernsehschauspieler in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen die meisten Stimmen erhielt. Die EU, die sich viel zu sehr mit sich selbst und den scheinbar endlosen Diskussionen über den Brexit beschäftigt, vernachlässigt zunehmend ihre Nachbarschaft. Wenn sich die Umstände wie auch Prioritätensetzung auf Seiten aller involvierten Akteure nicht ändern, droht die Annäherung der ÖP-Zielländer an die EU in den kommenden zehn Jahren endgültig zu scheitern.
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The Eastern Partnership (EaP) was met with scepticism when it was launched as the Eastern dimension of the European Neighbourhood Policy (ENP) in May 2009, aimed at fostering approximation to the EU of the six countries Armenia, Azerbaijan, Belarus, Georgia, Moldova and Ukraine in the shared neighbourhood with the Russian Federation. Since then, many things have changed, but not necessarily in the direction that Brussels has intended. The lack of anticipation of consequences from the side of the EU member states as well as their contradicting approaches towards Moscow and the ability of the Kremlin to use opportunities arising from this, led, among other things, to the annexation of Crimea. In addition, conflict in the region has increased and EU-Russia relations are at a historic low. However, the blame does not fall on external actors alone; the countries themselves have also contributed to this development. Moldova has transformed from a front-runner of the EaP into a country that is politically and socially stuck: internationally between the EaP and the Eurasian Economic Union (EAEU) and domestically between an oligarch with a pro-European façade and a pro-Russian president. Following the parliamentary election, there doesn’t seem to be an option for forming a new government. Ironically, the “theft of the century” in which one billion dollars from three Moldovan banks disappeared in 2014 under circumstances that remain unclear, happened when a visa-free regime had been concluded with the EU. In Ukraine, five years after the Revolution of Dignity, people in the Eastern part of the country continue to die, and disappointment about missing reforms has led to a television actor getting the most votes in the first round of the presidential elections. The EU, which has been much too occupied with itself and with the seemingly never-ending discussions about Brexit, has neglected its neighbourhood in the last couple of years. If the conditions and priorities from all actors involved do not change, the next decade for the EaP is in danger of losing its ability to bring its target countries closer to the EU.

http://www.idm.at/publikationen/idmpps/item/idm-policy-paper-series-1-2019
Neue Geschäftsführung für das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)
IDM News   Monday, 01 April 2019

Neue Geschäftsführung für das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)

Neue Geschäftsführung für das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)

Sebastian Schäffer und Silvia Nadjivan bilden die neue Doppelspitze des Wiener Forschungsinstituts mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa. Der bisherige Geschäftsführer Georg Krauchenberg legt auf eigenen Wunsch seine Funktion zurück.

1.04.2019 Wien | Die beiden langjährigen wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des IDM, Mag. Sebastian Schäffer, MA und Mag. Dr. Silvia Nadjivan, bilden künftig die neue Geschäftsführung des IDM. Das außeruniversitäre Forschungsinstitut mit Sitz in Wien wird seit 1995 vom ehemaligen Vizekanzler Dr. Erhard Busek, dem Vorsitzenden des gleichnamigen Vereins, geleitet.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der neuen Doppelspitze weiterhin die IDM-Expertise in der Region sichern und darüber hinaus auf die bestehenden Erfahrungen in den Aufgabenfeldern unseres Instituts aufbauen“, so Erhard Busek anlässlich des personellen Wechsels. Die Geschäftsführung übernimmt der ausgewiesene Experte für Europäische Integration und Nachbarschaftspolitik, Sebastian Schäffer. Silvia Nadjivan steht ihm mit fundierter Expertise zu den Transformationsprozessen der Westbalkanländer als Stellvertreterin zur Seite.

Auf eigenen Wunsch beendete der ehemalige Handelsrat der Wirtschaftskammer Mag. Georg Krauchenberg seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Instituts. „Seit April 2017 hat Georg Krauchenberg mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz dem Institut neue Impulse gegeben. Wir bedanken uns für sein Engagement und freuen uns, dass er dem IDM als Generalsekretär erhalten bleibt“, erklärt die neue Geschäftsführung. In dieser Funktion wird Georg Krauchenberg unter anderem auch das erfolgreiche Format der JournalistInnenreisen in die Zielländer des Instituts weiterhin betreuen.

Komplexe Zusammenhänge sichtbar machen

Die neue IDM-Spitze hat sich zum Ziel gesetzt, das Profil des traditionsreichen Instituts auch außerhalb des bestehenden Netzwerkes zu schärfen. Durch verschiedene Veranstaltungs- und Publikationsformate soll verstärkt eine breite Öffentlichkeit mit fundierten Kenntnissen zu den Ländern Mittel- und Südosteuropas erreicht werden. Zielgruppengerechtere Kommunikation und eine forcierte Kooperation mit PartnerInnen und SponsorInnen stehen hier im Zentrum. Das Institut begleitet das Wahljahr 2019 sowie aktuelle Entwicklungen in den Zielländern mit mehreren Diskussionsveranstaltungen, Seminaren und Veröffentlichungen.

„Mit unseren vielfältigen Aktivitäten wollen wir den Nährboden für mehr grenzübergreifende Kooperation in Europa schaffen. Es geht uns vor allem darum, verlässliche Expertise zu bieten, Wissen zur Region zu vermitteln und damit den Dialog zu stärken“, erklärt Sebastian Schäffer.

„Gerade in turbulenten, zumal krisenhaften Zeiten soll der öffentliche Diskurs nicht durch Angst und Abschottung geprägt, sondern mit fundierten Informationen gefüllt sein. Was das IDM seit Jahrzehnten ausmacht, ist der differenzierte Blick auf den Donauraum – mit all den Widersprüchen, Herausforderungen und Potenzialen“, ergänzt Silvia Nadjivan. Dem neuen Slogan des Instituts „European perspectives - Regional actions” folgend, setzt das IDM seine Schwerpunkte künftig verstärkt auf Fragen zur Zukunft der Europäischen Union mit besonderem Fokus auf Mittel- und Südosteuropa. „Dabei ist uns wichtig, die komplexen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge dieser Region im europäischen Kontext sichtbar zu machen“, betont die neue Geschäftsführung.

http://www.idm.at/images/News/PA_neueGF_01042019.pdf
Call for Applications: 16th DRC Summer School 2019
IDM News   Thursday, 14 February 2019

Call for Applications: 16th DRC Summer School 2019




16th DRC Summer School on Regional Co-operation

"Falling walls - moving borders - common house Europe?"
 
30 June - 7 July 2019 University of Zagreb


The DRC (Danube Rectors' Conference) Summer School project was initiated by the Institute for the Danube Region and Central Europe (IDM) and International House Pécs in 2003 to promote regional co-operation among young social scientists. It brings together young scientists and experts in different fields to discuss the ongoing changes, challenges and important aspects affecting the Danube Region. The participants come from different backgrounds and disciplines, which encourages them to widen their horizons and become more aware of the contrasting realities in Central Europe.

The DRC Summer School represents the opportunity to:

  • Share research results about the Danube region
  • Discuss the most up-to-date issues of the Danube region and Central and Eastern Europe with leading experts in the field
  • Present your research and get input from the workshop leaders as well as other participants 
  • Broaden your horizon and knowledge
  • Meet new people from all around Europe and develop yourself academically

Experience an unforgettable week in Zagreb, the capital of Croatia, and make lasting cooperation as well as friendships with an international academic institution.

After the end of the Summer School your contribution will be officially published as an article in the scientific journal “Der Donauraum”.

Workshop topics
1. Collective security or a new cold war?
2. The common European currency – constant crisis management?
3. From “Big Bang” to “Brexit”
4. From homo sovieticus to homo digitalis – successful transformation of the civil society in CEE?

Application form

Application deadline: 31 May 2019
Registration fee: 200 EUR
Language of instruction: English

You can find the programme draft and information about previous editions of the DRC Summer School on the website of the Danube Rectors' Conference.

Join our DRC Summer School and receive up-to-date knowledge about the political, economic and social challenges of the Danube Region!

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