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IDM News   Freitag, 23 Juli 2021

Opinion Piece (CoFoE): Enlargement: Western Balkans


Enlargement: Western Balkans
Sebastian Schäffer/ Emilie Laborel

While the EU aims to abolish borders, this impulse dried out after 2013, especially for the Western Balkans (WB6). The EU member states are reluctant when it comes to enlargement, despite the promise given at the Thessaloniki summit in 2003. 

For almost 20 years, the WB6 demonstrated their readiness to join. They started official procedures and some became candidates. They reoriented policies and all are participating in initiatives to prepare to become a member (e.g. CEFTA, mini Schengen, etc.).  

After Croatia's accession, enthusiasm for enlargement within the EU itself waned in the last decade, despite the positive signal it sent. The EU failed to keep up the momentum. This could weaken the trust of the WB6 in the EU and lead them to soften efforts while other actors (Russia, China or Turkey) are offering a viable alternative to integration.   

The EU focuses too much on the Copenhagen criteria to assess the WB6 applications. It is not productive to point out each year which one is not met, especially when EU members have trouble meeting them. They should be adjusted. The EU's ambition for WB6 is predominantly economic, it should rather be political. The economic gap between the two regions has been worked on and EU membership could speed convergence. The EU is making the accession processes increasingly complex, which can be blocked by a single country. All countries need to become politically responsible. Therefore, the EU should integrate the WB6 immediately.  

Get engaged in the discussion on this subject! Add your comment here.

More on this subject:

Policy Paper: "Why the Western Balkans should join the EU immediately"

Interview:
Sebastian Schäffer about the Western Balkan's accession to the EU for PULS24 (German)

Audiobook: Balkan nach Europa - sofort (German)


What is Conference on the Future of Europe (CoFoE)?
It is an initiative of the European Parliament and the European Commission with an aim
to promote democracy, build a more resilient Europe and involve citizens as equal partners in the discussion on the future of the EU. Since 19 April 2021 also you can participate through the multilingual digital platform of the Conference.

The platform offers each European citizen the possibility to express their wishes for the future of Europe. Participating is easy: you can share your opinion, react to other citizens’ ideas, moderate your own events, or join live debates and workshops with other citizens. Don’t hesitate to engage in this exciting discussion to shape the Europe of the future!
IDM News   Donnerstag, 22 Juli 2021

IDM Short Insights 13: Can national law take primacy over EU law?

Folie1

The European Court of Justice ruled that the disciplinary chamber of the Polish Supreme Court should be suspended because it is not compatible with the EU law. The same day Poland’s Constitutional Tribunal stated that the ruling of the Court is incompatible with the Polish Constitution and thus Poland does not have to comply. Watch Malwina Talik (IDM) explain, what may be the implications of this judiciary feud for the EU.

IDM Short Insights 13:
https://www.youtube.com/watch?v=PIZfPilS1vo&t=77s



IDM News   Donnerstag, 15 Juli 2021

"Gelb ist die Hoffnung" Iris Rehklau und Sebastian Schäffer zur Parlamentswahl in der Republik Moldau für Der Standard
"Gelb ist die Hoffnung"

Die pro-europäische PAS (Partidul Acțiune și Solidaritate) von Maia Sandu ist klarer Sieger der Parlamentswahl in der Republik Moldau. Kann die neue Regierung das Land aus der Dauerkrise führen?
Lesen Sie die Analyse von Iris Rehklau und Sebastian Schäffer auf der DER STANDARD und auf dem Eastblog - Universität Wien.



Anlässlich der Parlamentswahlen in der Republik Moldau organisierte das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Zusammenarbeit mit der Politischen Akademie eine weitere Podiumsdiskussion im Rahmen der traditionellen Veranstaltungsreihe zu Parlamentswahlen in unseren Zielländern. Sie können die Onlinediskussion auf dem IDM-YouTube-Kanal ansehen.



https://www.youtube.com/watch?v=Qwh3MNeE5fI&t=2s
 

 

 

IDM News   Mittwoch, 14 Juli 2021

Dr. Erhard Busek erhält hohen kroatischen Orden
 
Dr. Erhard Busek erhält hohen kroatischen Orden



Für seine Verdienste um die internationale Anerkennung Kroatiens und die Stärkung der kroatisch-österreichischen Beziehung hat Dr. Erhard Busek den hohen Orden des Fürsten Branimir mit Halsband erhalten. Die Verleihung durch Botschafter Daniel Glunčić fand am 12. Juli 2021 in der Botschaft der Republik Kroatien in Wien statt. 

Das IDM Team gratuliert! 

Der hohe Orden des Fürsten Branimir (Red kneza Branimira s ogrlicom) ist eine staatliche Auszeichnung der Republik Kroatien. Sie wird seit 1995 an Personen verliehen, die das Ansehen und den Ruf Kroatiens auf internationaler Ebene gefördert haben. Bisher hatte in Österreich nur Helmut Zilk und Franz Morak den Orden erhalten.  


Meldung auf Kroatisch: https://fenix-magazin.de/priznanje-dr-erhardu-buseku-u-becu-uruceno-visoko-hrvatsko-drzavno-odlicje-red-kneza-branimira-s-ogrlicom/ 

IDM News   Donnerstag, 10 Juni 2021

Sebastian Schäffer fordert von der UEFA Vereinheitlichung der “Ausländerregel”
 
Sebastian Schäffer fordert von der UEFA Vereinheitlichung der “Ausländerregel 



In vielen nationalen Fußball Ligen herrschen derzeit die “zusätzlichen Regeln zur Nationalität der Spieler”, die eine bestimmte maximale Anzahl an Fußballspielern aus nicht-EU Ländern in Fußballvereinen vorschreiben. Doch diese Regelungen haben den Effekt, dass zahlreiche Fußballspieler in Europa strukturell benachteiligt werden. Das Unterscheiden zwischen EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgen trifft vor allem Spieler aus kleineren südosteuropäischen Ländern wie Nordmazedonien, Serbien oder Bosnien-Herzegowina. “Sie haben zu vielen europäischen Topligen einen erschwerten Zugang”, so Schäffer in einem Interview mit fussball.news. Der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga dienen hier laut Schäffer als Vorbild: In Deutschland können nämlich Spieler aus allen 55 UEFA Mitgliedsstaaten ohne Beschränkungen spielen. 

Schäffer plädiert für ein engeres Zusammenwirken aller europäischer Länder und nicht nur jener, die Teil der Europäischen Union sind. Im Fußball sieht er hier eine mögliche Vorreiterrolle und fordert eine Vereinheitlichung der “zusätzlichen Regeln zur Nationalität der Spieler” in allen 55 Mitgliedsverbänden, da es auch ein Ziel der UEFA ist, Chancengleichheit und Fairness im europäischen Fußball herzustellen und die Menschen und Fußballer in Europa noch mehr zu vereinen.  

Das vollständige Interview können Sie auf der Website von fussball.news lesen.

Neuerscheinung: Rettungspläne für die Demokratie
IDM News   Donnerstag, 25 März 2021

Neuerscheinung: Rettungspläne für die Demokratie

Info Europa 2/2021

Ausgebrannt? Rettungspläne für die Demokratie

Hören Sie auch dieses Geräusch? Mal lauter, mal wieder leiser dringt der Alarm des Rauchmelders in unsere Wohnzimmer – durch Schlagzeilen, Debatten und in Gesprächen mit Mitmenschen. Nicht alle wollen es hören, nicht jede/nicht jeder sieht die Demokratie tatsächlich in großer Gefahr. So oder so sollten wir uns über Schwachstellen und Rettungspläne Gedanken machen. In der aktuellen Ausgabe von „Info Europa“, erschienen am 24. Juni als Presse-Beilage und kostenloses ePaper, widmen wir uns dem Thema unseres Jean-Monnet-Projekts From Fictional to Functioning Democracy.

Unsere GastautorInnen, darunter auch IDM-Geschäftsführer Sebastian Schäffer und Wissenschaftlicher Mitarbeiter Daniel Martínek, setzen sich mit den unterschiedlichen Facetten der Demokratie auseinander – angefangen von politischer Bildung, über Fragen politischer und administrativer Reformen, Formen der BürgerInnenbeteiligung und des Protests, bis hin zu digitaler Korruptionsbekämpfung und zivilgesellschaftlichem Engagement. Im Zentrum stehen nicht die Probleme, sondern die Menschen, die an den Lösungen arbeiten.

Werfen Sie einen Blick in das Heft und teilen Sie uns Ihre Meinung mit! 

Kostenloses ePaper

Das aktuelle ePaper können Sie auf Joomag lesen: Hier entlang!

Viel Freude mit unserer Neuerscheinung!

Cover-Illustration: Silke Müller

http://www.idm.at/publikationen/info-europa/info-europa-2021
IDM News   Dienstag, 06 Juli 2021

Sebastian Schäffer über EU-Beitritt der Westbalkan-Länder für PULS24
Sebastian Schäffer 
über EU-Beitritt der Westbalkan Länder für
 PULS24 
 



Am 5. Juli 2021 trafen sich die RegierungschefInnen der sechs Westbalkanländer und einigen EU-Mitgliedstaaten bei einem virtuellen Gipfel, um über eine stärkere regionale Zusammenarbeit, aber auch mögliche EU-Erweiterung zu sprechen. 

Sebastian Schäffer war zu Gast bei PULS24 und hat sich dort mit diesem Thema auseinandergesetzt. Durch Angela Merkels Einsatz für eine EU-Erweiterung, sei dieses Thema höher auf der Agenda der EU, doch die Ergebnisse des sog. “Berlin-Prozess” über die Aufnahme der Westbalkan-Länder in die EU sind laut Schäffer überschaubar. In Bezug auf eine Erweiterung ist in den letzten Jahren wenig passiert. “Wir haben vor 18 Jahren [auf dem Gipfel von Thessaloniki] ein Versprechen gegeben, dass alle Staaten diese Beitrittsperspektive haben. Es wäre Zeit, dass die Europäische Union und insbesondere die einzelnen Mitgliedsstaaten dies ernst nehmen” so Schäffer. 

Er äußert sich auch über den Prozessablauf der Verhandlungen über einen EU-Beitritt, der eine Erweiterung sehr langwierig macht. Selbst die Eröffnung der Beitrittsgespräche kann von einem einzelnen Mitgliedsstaat blockiert werden, wie bereits in der Vergangenheit öfter geschehen und aktuell auch wieder durch das bulgarische Veto gegenüber Nordmazedonien der Fall ist. Schäffer plädiert für eine radikale Änderung des Prozesses, in dem eine sofortige politische Integration – mit entsprechenden Sicherheitsmechanismen auf EU-Ebene – umgesetzt wird, um die Staaten in Verantwortung zu bringen. Erst danach ist eine schrittweise wirtschaftliche Integration zu vollziehen. Diese Forderung hat er auch in dem kürzlich erschienenen Buch Balkan nach Europa – sofort!" Gemeinsam mit Erhard Busek veröffentlicht. 

Abschließend wirbt Schäffer auch für offene und ehrliche Verhandlungen und eine Diskussion darüber, wie wir in Europa gesellschaftlich miteinander umgehen wollen, denn “viel zu oft reden wir über die Regierungen, und viel zu wenig über die Menschen, die eigentlich in diesen Ländern leben.” 

Das Interview können Sie online auf puls24.at nachsehen.

IDM News   Donnerstag, 17 Juni 2021

Danube Salon (Europa-Forum Wachau)

Danube Salon
Europa Forum Wachau

Promotion of the cross-border and transnational cooperation in the Danube Region has been one of the pillars of EUSDR ever since this macro-regional strategy was first implemented ten years ago. 

The Danube Salon organised as an online event on 11 June 2021 to mark this anniversary offered a great opportunity to present crucial dimensions that co-shape the European future: 

  • regional cooperation 
  • science 
  • youth and education. 
The recording of that event is available on the YouTube channel of the IDM.

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A comprehensive overview of the initiatives and achievements undertaken was presented by key representatives and stakeholders from the region, among them: 

Martin Eichtinger, President of the Europa-Forum Wachau, Minister of Housing, Labour and International Relations in the Government of Lower Austria 

Vidosava Enderic, Assistant Provincial Secretary for Regional Development, Inter-Regional Cooperation and Local Self-Government of the Autonomous Province of Vojvodina, Serbia 


Rudolf Schicker, Vice chairman of the board IDM, former Coordinator EU Strategy for the Danube Region, former Deputy Mayor City of Vienna 

Harald Stranzl, National Coordinator EU Strategy for the Danube Region (EUSDR), Federal Ministry for European and International Affairs

Stefan-Razvan Rab, National Coordinator Romania EUSDR

Verena Winiwarter, Univ.Prof. University of Natural Resources and Life Sciences Vienna and project coordinator for Danube:Future

Zdravko Kačič, Rector of the University of Maribor and President of the Danube Rectors‘ Conference, Slovenia

Katka Krejcova, International relations in the Department of Art and Culture in the Office of the Lower Austrian Government

Robert Lichtner, Coordinator Danube Strategy Point Vienna 

The Salon was moderated by Sebastian Schäffer, Managing Director of the IDM.












IDM News   Dienstag, 25 Mai 2021

"Balkan nach Europa - sofort!" jetzt als Hörbuch erhältlich

"Balkan nach Europa - sofort"
jetzt als Hörbuch erhältlich

Balkan nach Europa   
   
    Gelesen von:
   Erhard Busek & Sebastian      
   Schäffer

   Dauer: 50 Minuten

   Erscheinungsjahr: 2021
   Sprache: Deutsch

   Klicken Sie hier, um sich      
  das Hörb
uch anzuhören





Inhaltsangabe:

"Die Europäische Union befindet sich im permanenten Krisenzustand. Die Gründe sind zahlreich, sollen hier aber nicht aufgelistet werden. Wenn man so will, basiert sogar der Ursprung Europas auf der Midlife-Crisis von Zeus. Allerdings haben wir uns zunehmend gefragt, ob es möglich sein wird, diese inzwischen fast selbst zum Mythos gewordene Erzählung des gestärkten Europas nach gemeinsam überstandenen Herausforderungen aufrecht zu erhalten.

Deshalb haben Erhard Busek und ich uns dazu entschlossen, ein paar persönliche G`schichterl von Erlebnissen und Eindrücken aufzuschreiben. Anstatt einen weiteren Schmöker über die bewegte Historie, die aktuellen Entwicklungen und großen Herausforderungen des Westbalkans vorzulegen, wollen wir das hier kurz und prägnant machen. Denn trotz der nötigen Verkürzung, die den Vorgaben von story.one geschuldet ist, dient diese Form unserer Meinung nach viel besser unserem Anliegen.

Vielleicht braucht es auch gerade diese Beschränkung, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf den folgenden Seiten erzählen wir von Grenzen, Glauben und Grausamkeiten, von Fabeln, Frieden und Fußball. All das aus unseren subjektiven Erinnerungen zum Balkan, die dadurch auch ein Zeugnis ihrer Zeit sind.

Wir haben eine ganz konkrete Forderung: Die EU muss neue Prioritäten setzen. Und damit wollen wir beginnen:

Balkan nach Europa – sofort!"


Kurze Interviews

Erhard Busek und Sebastian Schäffer fordern in ihrem Buch „Balkan nach Europa – sofort!” die sofortige Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU. Sie schildern aber auch ihre persönlichen Erlebnisse in und mit dieser Region, was deren Charme ausmacht und warum sie ein integraler Bestandteil Europas ist.
In zwei kurzen Vidoes erklären Erhard Busek und Sebastian Schäffer warum sie das Buch geschrieben haben...

Balkan nach Europa Erhard Busek
   

Balkan nach Europa Sebastian Schffer


Buchpräsentation
mit beiden Autoren und Matthias Strolz (story.one)

Balkan nach Europa Bookprsi
https://www.youtube.com/watch?v=AE0pOPmukuQ
 


Dieses Buch wurde ursprünglich im story.one Verlag veröffentlicht und kann beim Buchhandel Ihres Vertrauens erworben werden.
ISBN 978-3-99087-941-2 

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IDM News   Donnerstag, 10 Juni 2021

Erhard Busek among 30 eminent persons recognized for their special contribution to North Macedonia

Erhard Busek among 30 eminent persons recognized for their special contribution to North Macedonia

30 years of North Macedonia


O
n the occasion of the 30th anniversary of North Macedonia’s independence, Foreign Minister Bujar Osmani decided to pay recognition to 30 foreigners for their support and special contribution to country’s development, among them  Dr. Erhard BusekVice-Chancellor A.D. and IDM’s Chairman: 

With this act we give a symbolic recognition of the mark left in the consolidation of our independence, support and assistance in completing the Euro-Atlantic perspective, as well as the strengthening of the multiethnic, multicultural and multiconfessional cohesion of our country and society.

(...)

Evaluating their special contribution through the prism of many events and processes that mark important moments in our recent past, development and active involvement as modern and prosperous member of the international community, as well as extraordinary commitment to overcome the obstacles to the important goals set for our foreign policy, and therefore the overall social and economic development, we express our recognition for their contribution to the development of the country”


The list includes EU and NATO high officials, statesmen, diplomats and experts on North Macedonia and the region. Among them is also Dr. Erhard Busek, who acted as Special Coordinator of the Stability Pact for Southeastern Europe in years 2002-2008. 

The complete statement and the list are available here.


Congratulations!

IDM News   Dienstag, 25 Mai 2021

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Questionnaire/Fragebogen: IDM-Website

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WebsiteQuestionnaire


IDM has been around for decades. With your feedback we can remain up to date. This questionnaire is anonymous and will take 5 minutes.
Thank you! Your IDM Team

Click here to start the questionnaire (English)


Das IDM gibt es schon seit Jahrzehnten. Mit den  folgenden Rückmeldungen helfen Sie uns, einen Überblick über Ihre aktuellen Informationsbedürfnisse zu erhalten. Der Fragebogen ist anonym und nimmt ca. 5 Minuten in Anspruch. Vielen Dank! Ihr IDM-Team 

Zum Fragebogen (Deutsch)

IDM News   Dienstag, 25 Mai 2021

Dr. Erhard Busek awarded honorary professorship of the University of Rijeka

Dr. Erhard Busek awarded honorary professorship of the University of Rijeka 


On 20 April 2021 the Senate of the University of Rijeka (Croatia) passed a decision to confer the honorary professorship (Honoris professor) to Dr. Erhard BusekVice-Chancellor A.D. and IDM’s Chairman.  

We are beyond honored to have you join the group of prominent scientists and renowned experts who have with their work and activities helped the University of Rijeka to become what it is today – a center of excellence and a modern European university open to new ideas and approaches.

writes Professor Snježana Prijić-Samaržija, Rector of University of Rijeka in the letter of congratulations. A complete text of the letter is available here

Dr Erhard Busek Letter of Congratulations University of Rijeka


Congratulations!

IDM News   Mittwoch, 05 Mai 2021

"Demokratische Lösung für Belarus?" Arbeitstreffen mit Swetlana Tichanowskaja

Demokratische Lösung für Belarus?
Ein langer Weg in die Freiheit 


Ein Bericht von Lisa Behrens von einem Arbeitstreffen mit Swetlana Tichanowskaja und ihrem Team in der Diplomatischen Akademie in Wien am 27. April 2021.  


Tichanowskaja

Foto: Lisa Behrens
 

Als Swetlana Tichanowskaja gemeinsam mit ihrem Team den Festsaal der Diplomatischen Akademie in Wien betritt scheint es, als wäre für das seit August 2020 protestierende belarussische Volk noch lange nichts verloren. Die seit August über 55.000 Inhaftierten, das langsame Abebben der Proteste gegen das repressive Regime Lukaschenkas und die ständige Angst der Zivilbevölkerung verkörpern Ausweglosigkeit. Und doch strahlt Tichanowskaja Entschlossenheit aus, als sie von den längsten anhaltenden Protesten in der Geschichte von Belarus und den Zielen und Visionen ihrer Bewegung berichtet. 

 

Gemeinsam mit ihrem Team will sich Tichanowskaja für friedliche Proteste und eine Übergangszeit mit Neuwahlen im Herbst diesen Jahres einsetzen. Die Folgen der Maidanproteste in der Ukraine hätten gelehrt, eine Politik zu vermeiden, die die belarussische Gesellschaft spalten könnte. Die größte Hoffnung liege in der Unterstützung der OSZE und der Initiierung eines Mediationsprozesses zwischen belarussischer Zivilgesellschaft und Vertreter:innen des Regimes. Die einzige Verhandlungsbedingung dafür sei die Freilassung der 257 politischen Gefangen, die noch heute in belarussischen Gefängnissen inhaftiert sind, zumal Covid-19 durch die Rotation von erkrankten Gefangenen als Waffe gegen politisch Inhaftierte eingesetzt werde. 

 

Insbesondere der bisher ausstehende Dialog mit der russischen Regierung sei zentral für die weiteren Schritte der Bewegung. Aufgrund ihrer historischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und militärischen Beziehungen, gilt Belarus als engster Verbündeter Russlands. Im Gespräch betont Tichanowskaja die abnehmende Zustimmung ihrer Anhänger:innen für den Kreml, welcher das repressive Regime Lukashenkas am Leben halte. Nichtdestotrotz unterstreicht sie den Wunsch, auch in Zukunft konstruktive Beziehungen mit dem russischen Partner zu pflegen. Die russische Regierung habe schließlich ein Interesse an Verhandlungen, da ein stabiler und verlässlicher Nachbar nicht nur ein Überschwappen der Proteste nach Russland verhindere, sondern auch mit Anerkennung durch die internationale Gemeinschaft verbunden sei. Oft genug habe Lukashenka sich als komplizierter Partner für Russland erwiesen, sodass es in den letzten Jahren regelmäßig zu politischen Spannungen zwischen beiden Staaten gekommen sei. Der bestehende Rückhalt der russischen Regierung stelle auch eine sichere Fluchtmöglichkeit für Anhänger:innen der OMON Sicherheitskräfte dar. Anders als während der ersten Protestmonate sei nur noch eine geringe Anzahl an Überläufern offiziell zu verzeichnen. Dies habe auch mit der Angst vor Bestrafung und einhergehendem Wohlstandsverlust zu tun. Tichanowskaja verspricht eine Aussetzung der Bestrafung für Angehörige des Sicherheitsapparats, welche keine schweren Verbrechen begangen haben sowie einen fairen Prozess im Fall von solchen. 

 

Wieder und wieder erinnert Tichanowskaja daran, dass sich der Unmut, die Angst und die Enttäuschung der belarussischen Gesellschaft nach 27 Jahren Lukashenka nicht einfach in Luft auflösen wird. Schon nach den Präsidentschaftswahlen 2010 stand man vor einer ähnlichen Situation. Nun sei es notwendig, aus den eigenen Erfahrungen zu lernen und sich nachhaltig für eine systemische Veränderung einzusetzen. 

 

Oft seien sie kritisiert worden, dass die Proteste nicht gewalttätig genug seien. Dass es längst ein freies Belarus geben würde, hätte man drastischere Mittel als den gewaltfreien Protest gewählt. Wie herausfordernd es wirklich ist, bei so viel Unmut und Repression, Proteste gewaltfrei zu halten, vergisst sich in der glücklichen Welt der demokratischen Staaten schnell. 

 

Als drittgrößter Investor in Belarus und neutraler Staat kann auch Österreich eine entscheidende Mediationsplattform für Belarus bieten, individuelle und gezielte Wirtschaftssanktionen für die sensibelsten belarussischen Exporte in die EU unterstützen, die finanzielle Unterstützung staatlicher Banken in Belarus hinterfragen sowie transparent über verhängte Internetsperrungen durch österreichische Kommunikationsanbieter sprechen.  

  

Wir sollten mehr tun, als nur die Daumen für ein Ende der Repressionen zu drücken. Auch wenn es stiller um Belarus wird, verbreitet Tichanowskajas Vision der in der Politik sonst unüblichen Idee von gesellschaftlicher Einheit als treibende Kraft und einem freien, geeinten Belarus Hoffnung. Eine Hoffnung, die im besten Fall auch den Belaruss:innen die Möglichkeit bietet in eine bessere Zukunft zu blicken. 

IDM News   Montag, 03 Mai 2021

"Wie sich Regierungen und Oligarchen Medien kaufen" D.Neubacher; D.Martinek, M.Talik zur Medienlandschaft in der Region

Am Internationalen Tag der Pressefreiheit blicken unsere MitarbeiterInnen Daniela NeubacherDaniel Martínek und Malwina Talik auf die Situation der Medien in den Ländern der Visegrad-Gruppe und Slowenien.

Den vollständigen Artikel können Sie auf Eastblog - Universität Wien lesen.

Die verkürzte Version ist auf DER STANDARD abrufbar.


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