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IDM Policy Paper Series

Die IDM Policy Paper Series (IDM PPS) setzt sich in regelmäßigen Abständen mit aktuellen politischen Fragestellungen mit Fokus auf den Donauraum, Mittel- und Südosteuropa auseinander. Wechselnde renommierte AutorInnen entwickeln dazu Handlungsempfehlungen (Policy Solutions - PS), die sich an EntscheidungsträgerInnen, ExpertInnen, JournalistInnen und die interessierte Öffentlichkeit richten. Ziel dabei ist es mit maximal 12.000 Zeichen die Problemstellung zu umschreiben sowie konkrete Lösungsansätze aufzuzeigen. Zum Abschluss können weitere Informationen zur Vertiefung bereitgestellt werden (PPS). Das Redaktionsteam wählt die Themen aus und identifiziert die AutorInnen. Die Inhalte werden redaktionell bearbeitet, geben aber nur die Meinung der VerfasserInnen wieder. Die IDM PPS ist barrierefrei verfügbar.

IDM Policy Paper Series 3/2017

IDM Policy Paper Series 3/2017

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Europäische Nachbarschaft: Nationalstaatliche Interessen versus multilaterale Partnerschaft

Silvia Nadjivan/Sebastian Schäffer

»Reformiert darf werden, aber ändern darf sich nichts« – was Präsident Alexander van der Bellen beim diesjährigen Europäischen Forum Alpbach scherzhaft auf die österreichische Politik bezogen meinte, trifft umso ernsthafter auf die Europäische Nachbarschaft zu. Auch die EU scheint in einer ähnlichen Logik gefangen zu sein. Für einen effektiven Multilateralismus auf dem europäischen Kontinent gilt es, Reformen nicht nur anzustoßen, sondern diese auch konsequent umzusetzen – innerhalb der EU, bei den (potenziellen) Beitrittskandidaten und in den Zielstaaten der Östlichen Partnerschaft. Österreich wird hier zwar aufgrund seiner Geschichte und geografischen Lage im Donauraum eine wichtige Rolle zugesprochen, doch ohne die Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedstaaten wenig erreichen.