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Kulturführer Mitteleuropa 2011

Kulturführer Mitteleuropa 2011

Der Kulturführer Mitteleuropa 2011 zeigt Beispiele für erfolgreiche Transformation von Industriedenkmalen in Mitteleuropa

Die ehemals größte stützenfreie Halle Europas diente früher der Versorgung Wiens mit Brot, nun versorgt sie die Stadt mit Kultur: die Expedithalle der Ankerbrotfabrik. Das Areal in Favoriten ist eines der Beispiele für die erfolgreiche Neunutzung und Umgestaltung ehemaliger Industriegebäude, mit denen sich der diesjährige Kulturführer Mitteleuropa befasst.

Corporate Design ist ein alter Hut, zumindest gilt dies für die Tabakfabrik Linz, „einem der konsequentesten Industriebauten der internationalen Moderne“. In der 1935 fertig gestellten Anlage wurde von der Beleuchtung bis hin zu den Türgriffen alles „designt“, selbst eine eigene Typographie für die Beschriftung wurde kreiert.

Weitere spannende Bauprojekte in Mittel- und Osteuropas sowie deren Geschichte werden beleuchtet, von der Porzellanmanufaktur Zsolnay in Pécs bis zu Zlín als einer der wenigen erhaltenen Planstädte Europas. Der Schuhtycoon Tomáš Baťa verordnete seinen Arbeitern 6,15 x 6,15 Meter Wohnraum. Mehr Platz gönnte sich der Architekt Josef Plečnik – ein Schüler Otto Wagners – dessen Haus in Laibach heute als Museum besichtigt werden kann.

Und natürlich dürfen auch heuer die Kulturtipps zum Thema nicht fehlen. Im Kulturführer Mitteleuropa 2011 finden sich Hinweise auf die vielfältigen architektonischen Schmuckstücke, die Mitteleuropa zu bieten hat. Viele davon bieten Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen. Es lohnt sich, das architektonische Erbe in und um Österreich zu erkunden.