Péter Techet im ZDF Heute über die Verfassungsänderung in Ungarn

In einem Interview im ZDF Heute erläuterte Péter Techet den Inhalt und die problematischen Seiten der vor Kurzem beschlossenen Verfassungsänderung in Ungarn. 

Das Interview kann hier nachgeschaut werden: https://www.zdfheute.de/video/heute-in-europa/ungarn-magyar-aendert-verfassung-100.htm 

 

Péter Techet in der ZIB 2 (ORF) über Erfolge und Herausforderungen von Péter Magyar

In einem Interview in der ZIB 2 mit Armin Wolf sprach Péter Techet über die bisherigen Erfolge und die kommenden Herausforderungen der Regierung von Péter Magyar. Er hob den begonnenen Abbau des Orbán-Systems hervor und nannte als weitere notwendige Schritte mehr politischen Pluralismus, ein neues Wahlrecht, mehr innerparteiliche Demokratie sowie eine strafrechtliche Aufarbeitung des Orbán-Regimes. 

Das Interview kann hier nachgeschaut werden: Jurist Techet: “Magyar ist ein guter Populist” – ZIB 2 vom 14.07.2026 

 

Péter Techet für Frankfurter Rundschau über die Absetzung des ungarischen Präsidenten und den fehlenden Pluralismus in Ungarn

In der bundesdeutschen Tageszeitung Frankfurter Rundschau kommentierte Péter Techet die angestrebte Absetzung des ungarischen Staatspräsidenten. Er meint, dass die Änderungen zwar dem Abbau des Orbán-Systems dienen, aber bis jetzt dennoch nicht den Aufbau einer wahrlich pluralistischen Demokratie vorbereiten.

Der Artikel kann hier gelesen werden: Ungarns Premier Magyar setzt Orbán-treuen Präsidenten Sulyok ab

Wie(so) beim ESC siegen?

Weshalb nicht jeder Europas Wettsingen gewinnen will und ob heuer jemand aus dem Donauraum Chancen auf den Titel hat, erzählt MARIO LACKNER. 

Dieser Artikel wurde in Info Europa 1/2026: Eurovision Song Contest im Donauraum: Kulturführer Mitteleuropa 2026 veröffentlicht. Die gesamte Ausgabe ist hier abrufbar.

35 Nationen treten 2026 auf der Bühne des Eurovision Song Contest (ESC) gegeneinander an – darunter zehn aus Mittel- und (Süd-)Osteuropa. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) orientierte sich bei der Konzeption des ESC vor 70 Jahren am Festival della Canzone Italiana in Sanremo, wo aus mehreren Einsendungen ein Gewinnerbeitrag gewählt wird. 1956 wurde dann beim allerersten ESC Lys Assia aus der Schweiz zur ersten Gewinnerin gekürt. Dass die Rundfunkanstalt des siegreichen Beitrags im darauffolgenden Jahr Gastgeberin wird, wurde 1957 Teil des Reglements. Dieser auf den ersten Blick sehr lukrative Anreiz den Grand Prix nach Hause zu holen, entpuppte sich alsbald als Bumerang. Schon 1960 und 1963 ließen die Vorjahressieger (Niederlande und Frankreich) die Ehre – und Mehrarbeit! – an sich vorüber gehen. In beiden Fällen übernahm die BBC die Organisation des ESC in London.  

Insbesondere Sender mit wenig Budget oder zu kleinen Veranstaltungshallen fürchten einen Triumph. In San Marino rätselt jedermann, wo das Festival stattfinden könnte, und in den Neunzigerjahren stand die irische RTÉ sogar vor dem Bankrott, da ihre Beiträge vier Mal auf Platz eins landeten! 

Betriebswirtschaftlich eine Katastrophe stellt der ESC volkswirtschaftlich einen Lottosechser dar – insbesondere ab der „Mega-Eventisierung“ zur Jahrtausendwende. Die Umwegrentabilität steigt stetig durch das Pilgern tausender Fans an den Ort des Geschehens und die Ausweitung des Spektakels ab 2004 bzw. 2008 auf zwei bzw. drei Live-Sendungen. So ist es auch nachvollziehbar, dass noch im Morgengrauen nach JJs Sieg Wiens Bürgermeister verkündete, dass Österreichs Hauptstadt nach 2015 auch 2026 bereit für den ESC sei, während der ORF zu grübeln begann, welche Formate neben Dancing Stars gestrichen werden müssten, um das Festival finanzieren zu können. 

Zwischen Prestige, Kostenfalle und Kalkül

Während für Städte ein Sieg pures Gold und grenzenlosen Enthusiasmus bedeutet, bleibt die größte TV-Show der Welt für den Gastgeber-Sender ein Mammutprojekt, das bei Möglichkeit doch lieber jemand anderes stemmen soll. Daher ist für die Sender eine Qualifikation fürs Finale und eine Platzierung unter den Top zehn oftmals Erfolgsziel genug. Dies erklärt vielleicht auch die gern kritisierte Qualität der Beiträge, die uns Jahr für Jahr PR-stark als wettbewerbsfit verkauft werden.

Mit ungebremstem Siegeswillen gehen nur wenige an den Start. Allen voran Schweden und das nachhaltig: kein Land gewann derart oft und verblüffend regelmäßig – durchschnittlich alle sieben Jahre seit 1974! Und sein Sender SVT scheint die Aufgabe jedes Mal begeistert in einer unterhaltsamen Melange aus Perfektion und Selbstironie zu meistern.  

Dass die „ESC bubble“ auch hoch politisch ist, illustrieren autoritäre Regierungen, die sie instrumentalisieren, um sich im Rampenlicht zu suhlen. Das zeigen die protzigen Austragungen des Festivals 2009 und 2012 in Russland und Aserbaidschan sowie ständige Interventionen durch den belarusischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Auch Jugoslawiens Führung kam die Trophäe 1990 kurz vor dem Kollaps der Vielvölkerföderation gerade recht, um in Zagreb die Illusion eines friedlichen Miteinanders aller Religionen, Sprachgemeinschaften und Teilrepubliken zu präsentieren. Konträr dazu dürfen die Siege der Türkei und der postsowjetischen Staaten Estland, Lettland und der Ukraine betrachtet werden. Diese stellten ab 2001 wichtige nationalkulturelle Meilensteine auf dem Weg europäischer Integration dar. Im Falle der Türkei war der Erfolg von 2003 Ausdruck einer damals noch stärkeren westlichen Orientierung, während Ankara unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan wieder deutlich auf Distanz geht und zwischenzeitlich sogar den Alternativwettbewerb Türkvizyon initiierte.

Chancen 2026: Wer spielt vorne mit?  

Doch wie steht es um die Karten für Österreich und die anderen Donau-Anrainerstaaten beim ESC 2026? 

Nach dem Sieg mit Wasted Love wird das heurige Lied Tanzschein voraussichtlich deutlich weniger Punkte für Österreich sammeln können. Der Sänger Cosmó erfüllt damit den Anspruch, das Land weder zu blamieren noch dem ORF ein zweites Mal hintereinander das kostspielige und arbeitsaufwändige Pop-Festival in den Jahreshaushalt zu katapultieren. Auch Deutschlands Fire, das wie zig andere Uptempo-Nummern der letzten Jahre den Charme des zypriotischen Beitrags Fuego von 2018 versprüht, wird nicht um Platz eins mitkämpfen. Recycling hat noch nie an die Spitze des ESC geführt und der innerhalb der ARD neu zuständige Südwestrundfunk kommt damit auch nicht in die Verlegenheit, gleich 2027 das Megaprojekt stemmen zu müssen. Kroatien hätte da schon mehr Lust, da der bis dato einzige ESC auf dessen Boden noch zu Zeiten Jugoslawiens stattfand. Mit dem sphärisch verstrahlten, ebenso Jahre zu spät kommenden Andromeda wird dies aber genauso wenig gelingen wie mit Serbiens Rammstein-Gedächtnisode Kraj mene (dt. Neben mir).  

Ähnlich steht es um den repetitiven Party-Song Viva Moldova, den Beitrag aus Rumänien Choke me mit Vampirmotiven und die restlichen Beiträge aus Ostmitteleuropa und donauabwärts: Polen und Tschechien brillieren mit radiotauglichen, aber wenig vielversprechenden Songs, Bulgarien bedient das Song-Contest-Tanzparkett und die Ukraine verliert langsam den Solidaritätsfaktor im Televoting. 

Erfolgsformel 

Wer es beim ESC wirklich wissen will, der muss spezifischer auf 3 S fokussieren: Song, Sänger*in, Show. Melodie und Arrangement müssen nicht absolut dem Zeitgeist entsprechen, da zu moderne Songs selten zu den erfolgreichsten Beiträgen zählen. Eingängig sollte er aber sein, leicht mitzupfeifen und entweder nach etwas mehr als 2 Minuten zu Ende sein oder in der dritten Minute mit einer kräftigen Überraschung aufwarten. Auch der* oder die* Sänger*in braucht vokaltechnisch nicht top of the pops sein, aber negativ auffallen war noch nie profitabel. Dana Internationals Platz eins für Israel 1998 war beispielsweise nur möglich, da ihr Chor ihren beschränkten Stimmumfang und die außergewöhnliche Stimmfarbe perfekt ergänzte. Und Elena Paparizou hätte Griechenlands bis dato einzigen Sieg 2005 nicht verwirklicht, wäre da nicht ein zypriotischer Backgroundsänger gewesen, der sie bei den zahlreichen Tanzsequenzen rettete. 

Bleibt noch das dritte S: die Show! Sie sollte die Story, die durch Song und Interpret*in verkörpert werden, illustrieren, aber nicht mit Bombast überladen. Ob dies aufregende Choreos, LED-Feuerwerke oder lediglich einen einzelnen Lichtkegel (reduzierte Kamerafahrten inklusive) erfordert, bleibt offen und ein bis zu den Proben vor Ort diskutiertes „Detail“. 

Das Rennen 2026 ist eröffnet und wenn Sie diese Zeilen lesen, wissen wir bereits, wer in den Wettquoten auf Platz eins und zwei liegt. Wird wie in den letzten Jahren einer dieser Beiträge den Wettbewerb für sich entscheiden? Oder erleben wir nach längerer Zeit mal wieder eine echte Überraschung? 

Mario R. Lackner ist Volksbildner (u.a. bis 2025 an der Wiener Urania), Moderator und in seiner Freizeit Singer/Songwriter. Er verfolgt den ESC seit 1989, gestaltete 2020 mit Martin Beischl die Liedtextausstellung „Poesie, 12 Points!“ und ist Autor dreier Sachbücher (darunter 2015 mit Oliver Rau „Friede, Freude, Quotenbringer“).

Foto: Verena Teuber

Sebastian Schäffer on Russia’s fuel crisis, Patriot missiles and the risk of a provocation against Poland – Interview with War & Politics 24

In conversation with Maxym Krapivnyy on the YouTube news channel War & Politics 24, IDM Director Sebastian Schäffer assessed the latest statements from the Kremlin and their implications for Ukraine and European security. 

The discussion focused on Russia’s growing frustration with the course of the war, the emerging fuel crisis inside the country and the possibility of further hybrid and military escalation. 

Schäffer noted that Moscow’s increasing reliance on strikes against civilian infrastructure in Kyiv and other Ukrainian cities reflects a lack of progress on the battlefield rather than renewed strength. He argued that Ukraine’s ability to disrupt Russian supply lines and target refineres and other elements of the war economy has begun to bring the conflict home to the Russian population, even as the regime seeks to adapt and absorb these pressures. 

The interview also addressed the debate around a possible nationwide mobilization in Russia following this autumn’s parliamentary elections and the expected licensing of Patriot interceptor missiles for production in Ukraine. Schäffer warned that broader mobilization could temporarily shift momentum at the front but might also deepen domestic discontent with the Kremlin. At the same time, he underlined that robust air defence and credible security guarantees will be essential to deter future attacks, since agreements with the Russian Federation have repeatedly been violated by Moscow in the past. 

Looking beyond Ukraine, Schäffer highlighted the growing importance of hybrid tactics aimed at dividing the European Union and testing NATO’s resolve, including the possibility of armed provocations against Poland designed to probe the responsiveness of Article 5. In this context, he stressed that Ukraine is defending far more than its own territory, arguing that sustained and adequate support for Kyiv remains central to European freedom and security. 

Watch the full interview on YouTube:

Peter Techet für die Evangelische Zeitung über die Absetzung des ungarischen Staatspräsidenten

In der Evangelischen Zeitung kommentierte Peter Techet die am Montag beschlossene Verfassungsänderung in Ungarn, die die Absetzung des amtierenden Staatspräsidenten ermöglicht.

Der Artikel kann hier gelesen werden: https://evangelische-zeitung.de/ungarns-parlament-stimmt-fuer-absetzung-von-staatspraesident/

Sebastian Schäffer on the NATO Summit in Ankara: “NATO 3.0”

In an interview with Caliber.az, IDM Director Sebastian Schäffer assessed the outcomes of the NATO summit in Ankara, arguing that it may mark the beginning of a new phase in the Alliance’s evolution. 

Drawing a parallel with the 2004 Istanbul Summit, Schäffer noted that NATO is again placing collective defence at the centre of its mission, but in a profoundly changed strategic environment. Russia’s war against Ukraine, Ukraine’s deep integration into the Euro-Atlantic security architecture and growing uncertainty over US leadership are shaping this transformation. 

“If Istanbul represented the emergence of NATO 2.0, Ankara may well mark the beginning of NATO 3.0,” Schäffer stated. “Whether this transformation will develop into a lasting strategic adaptation, however, remains to be seen.” 

Schäffer highlighted the renewed commitment to Article 5, the pledge by European Allies and Canada to provide €70 billion in support to Ukraine in 2026 and at least the same amount in 2027, as well as the increasing recognition of Ukraine as an integral contributor to Euro-Atlantic security. He also pointed to Germany’s emerging role as a key financial contributor and stabilising force within the Alliance. 

At the same time, Schäffer cautioned that Allied cohesion remains fragile. Political disagreements, including over defence spending and wider transatlantic priorities, continue to test NATO’s unity. 

Addressing Türkiye’s role, Schäffer stressed that hosting the summit had further strengthened Ankara’s strategic importance. Located at the intersection of the war against Ukraine, Black Sea security and escalating instability in the Middle East, Türkiye has become increasingly difficult to replace as a NATO member. Its role also illustrates a defining feature of this emerging “NATO 3.0”: strategic indispensability combined with political complexity. 

The whole interview is available here: https://caliber.az/en/post/the-summit-of-great-transformation  

Péter Techet für Jetzt.at über die Veränderungen unter Péter Magyar

In einem Interview mit Jetzt.at sprach Péter Techet über die Veränderungen in Ungarn seit dem Regierungswechsel. Dabei betonte er auch die problematischen Seiten der neuen Regierung, etwa den fehlenden Willen, einen echten politischen Pluralismus zu ermöglichen. 

Das Interview kann hier gelesen werden: Péter Magyar hat die absolute Macht in Ungarn. Was macht er damit? 

Peter Techet for Internazionale on Hungary’s new media policy

In the podcast Il Mondo of the Italian weekly Internazionale, Peter Techet discussed the recent changes to Hungary’s media system. 

The podcast can be listened to here: Marine Le Pen apre la campagna elettorale per le presidenziali. Il governo ungherese oscura la tv pu… 

IDM Director Weighs In on Iran and Ukraine After NATO Summit Press Conference

In an interview with Al-Qahera News on 8 July 2026, following the joint press conference of Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy and US President Donald Trump at the conclusion of the NATO Summit in Ankara, Sebastian Schäffer, Director of the Institute for the Danube Region and Central Europe (IDM), assessed the US administration’s approach to Iran and its implications for Ukraine, highlighting concerns over a lack of strategic clarity. 

Discussing Trump’s remarks at the summit, Schäffer pointed to broader inconsistencies in US foreign policy and questioned the administration’s long-term objectives, particularly regarding Iran’s nuclear capabilities. He argued that recent strikes may not have achieved their stated goals and warned that continued uncertainty around Iran could further affect global economic stability, especially given Tehran’s influence over the Strait of Hormuz. 

Turning to Ukraine, Schäffer assessed the potential impact of additional US weapons deliveries following renewed Russian attacks on Ukrainian cities. While Patriot air defence systems would strengthen Ukraine’s ability to protect civilians and infrastructure, he argued that long-range capabilities such as Tomahawk missiles could have greater strategic significance by enabling deeper strikes against military targets. 

Schäffer concluded by emphasizing the fundamental difference between Ukraine’s efforts to defend itself against aggression and Russia’s continued attacks on Ukrainian civilian infrastructure. 

An excerpt of the interview is available here (in Arabic): https://youtube.com/shorts/XBqkTVmlM5M?si=eVRih_RZjhTwNS7S