Podiumsdiskussion an der Universität Wien über die ungarischen Parlamentswahlen mit Péter Techet

Das IDM veranstaltete am 19. Jänner gemeinsam mit der Universität Wien eine Podiumsdiskussion über die kommenden ungarischen Parlamentswahlen. Dorothee Bohle, Krisztina Rozgonyi und Péter Techet beleuchteten die Konsequenzen der illiberalen Demokratie in Ungarn, die seit 2010 besteht und tief in Gesellschaft und Wirtschaft verankert ist. Die Diskussion fand an der Universität Wien statt und wurde von Tobias Spöri moderiert.

Techet: Illiberalismus auf legalistischer Grundlage

Techet sprach über die juristischen Aspekte des Regimes und betonte die legale Grundlage sowie die legalistische Rechtsauffassung des Orbán-Systems. Einerseits sei die liberale Demokratie nach 2010 mit ausschließlich legalen Mitteln abgebaut worden: Die Fidesz-Regierung verfügte über die notwendige Zweidrittelmehrheit im Parlament, mit der sie eine neue Verfassung sowie zentrale Gesetze etwa zur Justiz und zu den Medien verabschieden konnte. Für eine neue Regierung sei es daher äußerst schwierig, diese Entwicklung rückgängig zu machen, da sie entweder selbst eine Zweidrittelmehrheit erringen müsste oder den Abbau des Systems nur mit – aus rein formalistischer Perspektive – illegalen Mitteln erreichen könne.

Andererseits verstehe Fidesz das Recht, so Techet, nicht als Wertesystem zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, sondern als rein technisches Instrument zur Durchsetzung individueller Interessen. Techet bezeichnete diese Denkweise als „legalistischen Autoritarismus“. Die Fidesz sei eine „Partei von Juristen“, welche legale Tricks besonders geschickt einzusetzen wisse. Selbst Korruption sei in Ungarn legalisiert worden, weshalb eine neue Regierung Verantwortliche nur durch rückwirkende Gesetzgebung oder andere politische Mittel zur Rechenschaft ziehen könne.

Rozgonyi und Bohle: Kontrollierte Medien und Wirtschaft

Krisztina Rozgonyi schilderte die eintönigen Medienverhältnisse in Ungarn: Abgesehen von einigen Printmedien und Online-Zeitungen stehe der gesamte Medienmarkt – öffentlich-rechtlich wie privat – unter der Kontrolle von Fidesz. Rozgonyi, die Ungarn aus politischen Gründen verlassen musste, wies darauf hin, dass Fidesz im Wahlkampf gezielt Desinformation, Fake News sowie KI-generierte Bilder und Tonaufnahmen einsetze. Daher sei kaum feststellbar, auf welcher Informationsgrundlage die Menschen ihre Wahlentscheidung treffen würden.

Dorothee Bohle analysierte die wirtschaftlichen Aspekte des Regimes, insbesondere den durch Korruption geförderten Aufbau einer „nationalen Bourgeoisie“ sowie die Nutzung ausländischer Investitionen – etwa der deutschen Auto- oder der chinesischen Batterieindustrie – im Dienste der politischen Macht. Sie betonte zudem die problematische Rolle der Europäischen Union, insbesondere der Europäischen Volkspartei, die Orbán aus wirtschaftlichen Interessen oder politischem Opportunismus zu lange unterstützt habe.

Was kann man tun?

In der Debatte waren sich alle drei Panelist*innen einig, dass Péter Magyar nach wie vor eine „Black Box“ darstelle. Sein Erfolg garantiere angesichts der tiefen Verankerung der Fidesz-Macht in Institutionen, Wirtschaft und Gesellschaft keineswegs den Abbau des Regimes. Bohle meinte sogar, Magyar könne höchstens eine Veränderung innerhalb des Systems bewirken, nicht jedoch eine Veränderung des Systems selbst – schon allein deshalb, weil er aus diesem System hervorgegangen sei. Techet betonte, dass Magyar nicht wegen seiner Persönlichkeit oder seines bislang weitgehend unbekannten Programms gewählt werde, sondern ausschließlich deshalb, weil er derzeit der Einzige sei, der Orbán ablösen könne. Daher seien selbst liberale oder linke Wähler*innen bereit, für einen konservativen Politiker wie Magyar zu stimmen.

Techet bezeichnete Magyars Strategie als „Anti-System-Populismus gegen ein illiberales System“. Magyar bediene sich populistischer Rhetorik und richte sich gegen „das gesamte System“, einschließlich der „alten Opposition“. In einer illiberalen Demokratie wie Ungarn könne dies jedoch eine positivere Bedeutung haben als in liberalen Demokratien. Magyar mobilisiere Wut – jedoch nicht gegen die liberale Demokratie, wie viele populistische Parteien in Europa, sondern gegen ein bestehendes illiberales System. Ob ein solches System überhaupt noch durch Wahlen abgelöst werden könne, so Techet, sei allerdings fraglich. Zudem betonte Techet, dass eine neue Regierung ohne die zur Verfassungsänderung erforderliche Zweidrittelmehrheit faktisch handlungsunfähig wäre.

Abschließend stellte das Publikum zahlreiche Fragen zur Rolle der Auslandsungarn, zu den Möglichkeiten eines legalen Abbaus des Regimes sowie zu Magyars Plänen hinsichtlich der strafrechtlichen Verfolgung von Korruptionsfällen.

Foto: Malwina Talik

Sebastian Schäffer zur AfD auf der Münchner Sicherheitskonferenz: „Deutschland tritt in eine komplexere und riskantere Phase ein“

In einem Interview mit der portugiesischen Wochenzeitung Expresso, einer der wichtigsten Qualitätszeitungen des Landes, analysiert Sebastian Schäffer, Direktor des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), die umstrittene Entscheidung der Münchner Sicherheitskonferenz, Abgeordnete der AfD nach zweijähriger Pause wieder einzuladen. Schäffer warnt vor einer „komplexeren und riskanteren Phase“ für Deutschland an der Schnittstelle von Innenpolitik und internationaler Sicherheit. 

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat erstmals seit zwei Jahren wieder Abgeordnete der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) zu ihrem jährlichen Treffen im Februar 2026 eingeladen. Die Entscheidung erfolgte nach massiver Kritik von US-Vizepräsident J.D. Vance, der im Februar 2025 den Ausschluss der AfD als Einschränkung der Meinungsfreiheit verurteilte. Die Einladung an eines der wichtigsten internationalen Sicherheitsforen wirft grundlegende Fragen über die Normalisierung rechtsextremer Parteien in Europa auf. 

Vances Druck und die Konferenz-Logik 

„Einer der Gründe ist die langjährige Selbstwahrnehmung der Münchner Sicherheitskonferenz, ein Forum zu sein, das geopolitische und politische Realitäten widerspiegelt, anstatt eine Gemeinschaft gemeinsamer demokratischer Werte zu sein“, erklärt Schäffer gegenüber Expresso. 

Der IDM-Direktor sieht die Entscheidung als direkte Reaktion auf Vances Intervention: „Dieser Ansatz hat Wurzeln in der Rede des US-Vizepräsidenten selbst, die die Konferenz aufgenommen und verarbeitet hat. Das signalisierte die Bereitschaft, polarisierende Positionen einzubinden, anstatt sie zu konfrontieren.“ 

Im Februar 2025 hatte Vance auf der MSC erklärt, die größte Bedrohung für Europa komme „von innen“ und kritisierte scharf den Umgang mit Meinungsfreiheit in Europa. Wenige Tage später traf er sich am Rande der Konferenz mit AfD-Co-Chefin Alice Weidel, während er eine Einladung von Bundeskanzler Olaf Scholz ablehnte. 

Zwischen strategischem Dialog und demokratischen Normen 

„Die regelmäßige Präsenz chinesischer Delegationen verstärkt die Vorstellung, dass die Münchner Sicherheitskonferenz nicht als liberal-demokratischer Club konzipiert ist, sondern als Raum für strategischen Dialog zwischen politischen Systemen“, analysiert Schäffer. In diesem Kontext, und mit der AfD fest im deutschen Parteiensystem verankert, hätten die Organisatoren „den fortgesetzten Ausschluss als inkonsistent mit ihrer eigenen Logik eingeschätzt“. 

Doch die Entscheidung hat eine problematische externe Dimension: „Gleichzeitig wachsen die Wahrnehmungen, dass Teile der gegenwärtigen amerikanischen politischen Landschaft offen mit der AfD sympathisieren, was eine externe Dimension zu dem hinzufügt, was formal als prozedurale Entscheidung präsentiert wird“, warnt der Politologe. 

Wachsende Spannung zwischen internationalen und nationalen Interessen 

„Es ist notwendig, eine wachsende Spannung zwischen den Logiken des internationalen Engagements und den internen demokratischen Sensibilitäten anzuerkennen“, betont Schäffer. „Internationale Akteure priorisieren häufig Zugang und Dialog, auch wenn sie kontroverse Kräfte einbeziehen, während die deutschen politischen Debatten von historischer Verantwortung, verfassungsrechtlichen Normen und Bedenken hinsichtlich der inneren Sicherheit geprägt bleiben.“ 

Die Komplikationen für die deutsche Politik liegen auf der Hand: „Wenn internationale Partner wie die USA oder politische Persönlichkeiten Sympathie für eine Partei zeigen, die unter verfassungsrechtlicher Prüfung steht, verkompliziert das zwangsläufig die interne Entscheidungsfindung“, so Schäffer. 

Indirekte Druckausübung auf nationale rote Linien 

„Der Fall der Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, wie die internationale Dynamik indirekten Druck auf nationale rote Linien ausüben kann, selbst wenn keine formale Einmischungsabsicht besteht“, erklärt der IDM-Direktor. Die AfD, die im Mai 2025 vom Bundesverfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde, liegt in mehreren ostdeutschen Bundesländern in Umfragen vorn. 

„In jedem Fall verstärkt die Entscheidung die Wahrnehmung, dass Deutschland in eine komplexere und riskantere Phase eintritt, was den Umgang mit radikalen politischen Akteuren an der Schnittstelle zwischen Innenpolitik und internationaler Sicherheit betrifft“, warnt Schäffer. 

Legitimität versus Kontrolle 

Der Experte sieht ein grundlegendes Dilemma: „Der Ausschluss könnte Narrative der Viktimisierung und angeblichen Zensur verstärken, während die Einbeziehung es ermöglicht, dass Positionen öffentlich diskutiert werden“. Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil: „Die Teilnahme an einem hochrangigen Sicherheitsforum verleiht symbolische Legitimität und ein gewisses Maß an Vertrauen“. 

Sicherheitsbedenken bei parlamentarischer Kontrolle 

Besonders problematisch wird es laut Schäffer, wenn „eine Partei wiederholt parlamentarische Anfragen nutzt, um die Sicherheitsinfrastrukturen und Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands auszuloten“. „Obwohl Kontrolle ein demokratisches Recht ist, wirft der kontinuierliche Fokus auf sensible Sicherheitsfragen durch eine Partei, die an pro-russischen Narrativen ausgerichtet ist, legitime Bedenken auf“, betont der Politologe. 

Die Grenze zwischen demokratischer Kontrolle und Sicherheitsrisiko ist klar: „Wenn eine solche Aktivität von ausländischen Akteuren koordiniert oder ausgenutzt würde, wäre dies keine Frage der Meinungsfreiheit mehr, sondern eine Frage der Sicherheitsverantwortung“, mahnt Schäffer. 

Souveränität in alle Richtungen 

Abschließend fordert der IDM-Direktor Reziprozität: „Der Respekt vor der Souveränität muss in alle Richtungen angewandt werden. So wie die Vereinigten Staaten ausländische Einmischung in ihre Innenpolitik ablehnen, hat Deutschland ein starkes Interesse daran sicherzustellen, dass seine eigenen demokratischen Prozesse und Sicherheitsdebatten frei von äußeren Einflüssen bleiben“. 

Die MSC findet traditionell Mitte Februar in München statt und versammelt Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister sowie hochrangige Militärs aus aller Welt. Rund zehn AfD-Abgeordnete sitzen im Bundestag in den Ausschüssen für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung. 

 

Der vollständige Artikel ist hier abrufbar:
https://expresso.pt/internacional/alemanha/2025-12-31-convite-polemico-em-munique-reforca-fase-mais-complexa-e-arriscada-para-a-alemanha-afd-no-forum-de-seguranca-internacional-ab841d15 

 

International Workshop on the Hungarian Parliamentary Elections

Can an Illiberal Democracy Be Voted Out of Power?

Scenarios Before and After the Hungarian Parliamentary Election

Hybrid Workshop
13. 01. 2026
Institute for Danube Region and Central Europe (IDM)

Concept: Dr. Dr. Péter Techet PhD, LL.M., MA
Contributors from IDM: Mag. Malwina Talik, MA; Júlia Mits, MA

On 13 January 2026, the Institute for the Danube Region and Central Europe held an international workshop on possible scenarios and outcomes of Hungary’s forthcoming parliamentary elections.

Experts from Budapest, Prague, Vienna, and Vilnius discussed legal and political aspects of elections in an illiberal democratic system and the institutional conditions for a potential change of government.

The workshop took place in the context of Hungary’s political situation ahead of the parliamentary elections scheduled for 12 April 2026. For the first time since 2010, opinion polls indicate that the opposition party Tisza, led by Péter Magyar, is ahead of the governing party Fidesz. Hungary is an illiberal democracy. In this context, the 2026 elections represent an important case for examining whether a change of government can occur within this existing legal and institutional framework.

The workshop was structured around two thematic blocks.

The first addressed whether elections conducted under the legal and political conditions of an illiberal democracy can meet democratic standards. Discussions focused on the Hungarian electoral system, amendments to electoral law since 2010, state communication during election campaigns, disinformation, and potential risks of electoral manipulation, as well as the legal mechanisms available for prevention and challenge.

The second thematic block focused on possible post-election scenarios, in particular the legal and political options available if either the governing party or the opposition does not accept the election result. The discussion examined whether and how one of the two camps could refuse to recognise the outcome, and what political consequences such a refusal – by either the government or the opposition – might entail.

Participants: Melani Barlai (Andrássy University, Budapest); Zsófia Banuta (Unhack Democracy, Budapest); Dániel Döbrentey (Hungarian Civic Liberties Union, Budapest), Timea Drinóczi (Mykolas Romeris University, Vilnius / CEU Democracy Institute, Budapest); Pavlína Janebová (AMO, Prague); Péter Krekó (Political Capital, Budapest / ELTE University, Budapest); János Mécs (ELTE University / Hungarian Civic Liberties Union, Budapest); Júlia Mits (IDM, Vienna); Bálint Ruff (Political advisor, Partizán Média, Budapest); Ádám Sanyó (Data Analyst, Budapest); Sebastian Schäffer (IDM, Vienna); Michael Stellwag (Konrad Adenauer Foundation, Vienna); Zsuzsanna Szelényi (CEU Democracy Institute, Budapest); Malwina Talik (IDM, Vienna); Péter Techet (IDM, Vienna).

Europas Zukunft: IDM-Direktor Sebastian Schäffer im Gunther Fehlinger-Podcast

Sebastian Schäffer, Direktor des Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), spricht in einem aktuellen Podcast mit Gunther Fehlinger über zentrale Herausforderungen und Perspektiven für Europas Zukunft in einem komplexen geopolitischen Umfeld. Das Gespräch richtet sich an ein breites Publikum, das sich für die Entwicklung der Europäischen Union, die EU-Erweiterung und regionale Stabilität interessiert. 

Schäffer betont die Bedeutung strategischer Partnerschaften innerhalb Europas und mit den östlichen Nachbarstaaten und analysiert aktuelle Fragen der EU- und NATO-Erweiterung, institutionelle Reformen sowie die Rolle des Donauraums als Brückenkopf zwischen West und Ost. Dabei diskutiert er, welche strukturellen Anpassungen die Union braucht, um langfristig Stabilität, demokratische Resilienz und nachhaltiges Wachstum zu sichern. 

Auf Basis seiner langjährigen Expertise zur europäischen Integration, EU-Erweiterung und zur politischen Dynamik im Donauraum ordnet Schäffer aktuelle Entwicklungen vor dem Hintergrund globaler Machtverschiebungen ein. Er zeigt, warum eine glaubwürdige Erweiterungsperspektive für Ukraine, Republik Moldau und den Westbalkan sowie mehr strategische Kohärenz entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Europas sind 

Zum Anhören und Anschauen: 

▶️ YouTube: Europas Zukunft – Sebastian Schäffer Direktor des Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) 
🎧 Spotify: Europas Zukunft – Sebastian Schäffer im Gunther Fehlinger Podcast 

Péter Techet für STVR Pátria Rádió über die kommenden Parlamentswahlen

In einem Interview mit der ungarischsprachigen Sendung des Slowakischen Rundfunkes STVR analysierte Péter Techet die Bedeutung der Parlamentswahlen, die in Mittel-, Ostmittel- und Südosteuropa (Slowenien, Ungarn, ostdeutsche Bundesländer, Bosnien-Herzegowina) 2026 stattfinden werden

Das Interview kann hier nachgehört werden.

Why Slovak PM Fico’s Critique of the EU Says More About Bratislava Than Brussels 

Slovak Prime Minister Robert Fico’s recent criticism of the European Union should be read primarily as domestic political messaging rather than a substantive strategic assessment of the EU’s future. This is one of the key conclusions highlighted in a recent analysis published by Azernews, which references comments by Sebastian Schäffer, Director of the Institute for the Danube Region and Central Europe (IDM). 

According to Schäffer, Fico’s warnings about an alleged “collapse” of the European Union fit into a broader pattern of political rhetoric aimed at consolidating support at home. Emphasising national sovereignty and traditional values has become a familiar strategy among several political actors in Central Europe, particularly when addressing electorates sceptical of Brussels. 

The analysis notes that while the EU is undoubtedly facing structural and political challenges, framing these as existential threats risks obscuring the Union’s continued strategic relevance for its member states. Schäffer underlines that Slovakia’s economic development, security environment, and regional integration remain closely tied to EU membership and cooperation. 

Fico’s interpretation of international developments, including references to shifting transatlantic priorities, is also treated with caution in the analysis. Such arguments, Schäffer suggests, often rely on selective readings of complex geopolitical processes and are primarily designed to reinforce domestic narratives rather than inform policy debate at the European level. 

As debates over the future direction of the European Union intensify, particularly in Central and Eastern Europe, the distinction between internal political signalling and genuine strategic critique remains essential for understanding current dynamics within the EU. 

Read the article here.

New Publication! Undoing the Illiberal Damage: Understanding Democratic Backsliding in Poland, Hungary, and Slovakia. Searching for Strategies of Reversal

Péter Techet für Die Presse über die Beneš-Dekrete

In der Slowakei wurde die Kritik an den Beneš-Dekreten strafrechtlich verboten. Dabei geht es um jene Dekrete, mit denen Angehörige der deutschen und ungarischen Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet wurden. Obwohl sie formal weiterhin gelten, wurde sowohl in Prag als auch in Bratislava beteuert, dass sie nicht mehr angewendet würden. Dennoch werden in der Slowakei Grundstücke von Eigentümern ungarischer Abstammung weiterhin auf Grundlage dieser Dekrete entzogen. Dies wird sowohl von der linksliberalen Partei Progressive Slowakei als auch von der Partei der ungarischen Minderheit kritisiert.

In seinem Gastbeitrag für Die Presse schilderte Péter Techet die aktuellen Debatten über die Dekrete sowie mögliche Gründe dafür, warum Viktor Orbán die slowakische Regierung dennoch nicht kritisiert.

Der Artikel kann hier gelesen werden.

Talik’s paper in Fragile Europe – Defending Democracy in an Age of Interference

Alongside other experts, Malwina Talik contributed to the recent publication by the European Liberal Forum and Projekt Polska, Fragile Europe – Defending Democracy in an Age of InterferenceThe publication gathers analyses and case studies demonstrating how interference has evolved: from propaganda networks and dark money to AI-driven manipulation, diaspora influence, sports diplomacy and ideological infiltration at the extremes of the political spectrum. 

In her paper, she analysed how social conservatism and moral panic have been instrumentalised by foreign actors to delegitimise institutions and fragment civic trust. She traced the ‘anti-gender’ movement from its roots in the 1990s to contemporary FIMI dynamics, including transnational campaigns and money flows against liberal values. 

The publication is available here

Schäffer for Al-Quahera News: Sustainable peace requires robust security guarantees

In a live interview with Al-Qahera News, IDM Director Sebastian Schäffer argued that a sustainable peace in Ukraine cannot be reduced to a short-term ceasefire. Instead, it must be anchored in robust and credible security guaranteesdesigned to prevent renewed aggression.

Schäffer stressed that continued and reliable funding for Ukraine’s defence forces remains indispensable if any future agreement is to endure. He referred to recent discussions hosted by the German federal government in Berlin, where long-term security arrangements and burden-sharing among partners were discussed.

A central concern raised in the interview was the asymmetry between strong U.S. pressure for a ceasefire and Ukraine’s readiness to negotiate a genuine peace, contrasted with serious doubts about whether the Russian Federation is prepared to do the same. Schäffer warned that negotiations risk stagnation as long as Moscow maintains maximalist demands, including calls for Ukraine to cede territory, in some cases territory Russia does not even fully control.

This assessment was reinforced by Dr. Maksym Yali, Kyiv-based professor of international relations, who underlined that such territorial concessions are incompatible with Ukraine’s constitution, making agreement on these terms legally and politically impossible.

Schäffer also emphasized the decisive role Europe will have to play, particularly the European Union, not only in Ukraine’s reconstruction and EU integration but also in shaping and sustaining a future security framework. Among the options discussed were European contributions on the ground to help guarantee any eventual peace agreement.

Without credible security guarantees, Schäffer concluded, hostilities would merely be paused, not ended.