Malwina Talik completed CEU DILA programme 

Malwina Talik took part in the final intensive residential session of the Democratic Institute Leadership Academy (DILA) at Central European University in Budapest. The programme focused on democratic leadership, strategies for strengthening democratic resilience in Hungary, Slovakia, Czechia, Croatia, and Poland, democratic innovation and participation, and communication-related challenges in the region. 

Péter Techet für Denník N über eine neue Allianz zwischen Prag, Bratislava und Budapest

Die slowakische Tageszeitung Denník N fragte Péter Techet über die Möglichkeit und die Gründe einer anti-ukrainischen Allianz zwischen Prag, Bratislava und Budapest. 

Der Artikel kann hier gelesen werden: https://dennikn.sk/4939485/orban-chce-s-ficom-a-babisom-vytvorit-blok-proti-ukrajine-nebude-to-fungovat-hovori-dzurinda-aj-duleba

Wo Bildung mit Würde beginnt

In Brno definiert ein Bildungsinstitut für Frauen Lernen in Zeiten von Krise und Umbruch neu. KAMILA BOGDANOVA sprach mit Direktorin BARBORA ANTONOVÁ, um zu erfahren, wie “Vesna” Soforthilfe in nachhaltige Selbstermächtigung verwandelt.

Dieser Artikel wurde in Info Europa 2/2025: Zukunftsfit durch Bildung veröffentlicht. Die gesamte Ausgabe ist hier abrufbar.

Mit niederschwelliger Beratung, materieller Unterstützung, Bildung und Gemeinschaft möchte der Verein “Vesna” Frauen und ihre Familien in allen Lebenslagen  unterstützen. Herkunft, Sprache oder sozialer Status sollen dabei keine Rolle spielen. Barbora Antonová, seit 2022 Direktorin von “Vesna”, betont: “Wir kontrollieren die Papiere unsere Besucher*innen nicht. Das ist für uns auch eine Frage der Würde – viele alleinerziehende Mütter kamen mit dicken Dokumentenmappen, weil sie es gewohnt waren, ihre Not ständig beweisen zu müssen. Das fanden wir einfach absurd.” 

“Vesna” wurde ursprünglich im späten 19. Jahrhundert gegründet, in einer Zeit wachsender Frauenbewegungen im gesamten Habsburgerreich. Die Initiative begann als Chor, doch entwickelte sich bald zu einem Netzwerk von Schulen. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Brno 16 von “Vesna” organisierte Mädchenschulen. Einige konzentrierten sich auf Gesundheitswesen, Pflege oder sogar auf berufliche Ausbildung im industriellen Bereich. 

Obwohl Vesna im Laufe des 20. Jahrhunderts – etwa während der NS-Zeit und unter der kommunistischen Herrschaft – mehrfach aufgelöst wurde, blieb der Name im lokalen Gedächtnis lebendig. In den 1990er Jahren wurde der Verein von der Dissidentin und Pädagogin Hana Zlatušková wiederbelebt. 2021 knüpfte ihre Enkelin Kamila Zlatušková gemeinsam mit einer Gruppe Freiwilliger an dieses Erbe an. Am 7. Februar 2022 wurde das heutige Frauenbildungsinstitut offiziell gegründet und führt seitdem die Arbeit von “Vesna” fort. 

Inklusive Soforthilfe 

Die russische Vollinvasion in der Ukraine brachte eine Welle neuer Herausforderungen mit sich. “Vesna” reagierte schnell: „Wir hatten bereits gute Netzwerke – aus der COVID-Pandemie und aus der Zeit um 2015, als Brno eine starke zivilgesellschaftliche Reaktion auf die Flüchtlingskrise zeigte“, erinnert sich Antonová. “Vesna” begann, Gruppen für geflüchtete ukrainische Kinder anzubieten, gefolgt von Tschechischkursen, Programmen zur Vorschulvorbereitung und Gemeinschaftsveranstaltungen. „Wir haben viele Aktivitäten umgesetzt – und so paradox es klingen mag: Erst durch die ukrainischen Frauen und ihre Kinder fanden wir wieder zurück zum ursprünglichen Bildungsauftrag von ‘Vesna’“, reflektiert sie. 

Wesentlich war, dass “Vesna” ukrainische Frauen nicht nur unterstützte, sondern sie aktiv integrierte. „Wir haben sie ganz bewusst als Kursleiterinnen beteiligt – sie unterrichteten Kunst, Musik, Tanz und leiteten Sprachkurse. Einige von ihnen sind heute fest bei uns angestellt. Eine Kollegin gehört inzwischen sogar zu unserem Leitungsteam“, berichtet Antonová. 

Die dringend benötigten Bildungsangebote für geflüchtete Ukrainerinnen stießen jedoch auf bürokratische Hürden. „Vesna“ konnte zunächst keine Fördermittel beantragen, da viele Ausschreibungen vorsahen, dass Organisationen seit mindestens zwei Jahren bestehen müssen. Nach einer Phase mit Übergangslösungen wurde die Regelung schließlich vom tschechischen Regierungsbeauftragten für Menschenrechte gelockert. Dies wurde notwendig, da viele Graswurzelinitiativen erst als unmittelbare Reaktion auf die Vollinvasion und damit einhergehenden Fluchtbewegungen entstanden waren. 

Bildung und Begegnung 

Zwischen 2023 und 2024 setzte “Vesna” das EU-finanzierte Projekt „Společně silné – Vesna jako kotva integrace“ (dt. „Gemeinsam stark – Vesna als Anker der Integration“) um. Die Integration ukrainischer Familien sollte erleichtert und die Entstehung isolierter Gemeinschaften verhindert werden. Durch gemeinsame Aktivitäten, Sprachkurse, materielle Unterstützung und persönliche Begleitung förderte das Projekt natürliche Begegnungen zwischen tschechischen und ukrainischen Familien. Im Juli 2024 begann das Folgeprojekt, das bis Mitte 2025 geplant ist und niederschwellige Beratung, Wohnhilfen, psychische Gesundheitsdienste und Schulungen zur Arbeitsmarktintegration anbietet. 

EU-Fördermittel machen jedoch nur einen Teil der Finanzierung von “Vesna” aus. „Unser allererster finanzieller Unterstützer war die tschechische Hilfsorganisation ‘People in Need’“, sagt Antonová. „Auf Basis einer Projektbeschreibung und unserer Vorhaben erhielten wir 2022 1,5 Millionen tschechische Kronen (rund 60.000 Euro). Damit konnten wir endlich die Leute bezahlen, die bis dahin unentgeltlich gearbeitet hatten.“ Zudem bemüht sich “Vesna” um Unterstützung von staatlicher Seite und von privaten Stiftungen. „Wir versuchen auch, mehr bildungsbezogene Fördermittel einzuwerben, denn bisher kam das meiste Geld aus dem sozialen Bereich,“ erklärt Antonová. 

Gegenüber dem Umgang tschechischer Entscheidungsträger*innen mit sozial benachteiligten Gruppen, egal ob aus dem In- oder Ausland, bleibt Antonová kritisch: “Als der Krieg begann, kamen viele Ukrainerinnen aus der Mittelschicht, gut ausgebildet und engagiert. Drei Jahre später drohen viele von ihnen, in soziale Ausgrenzung zu rutschen. Hier haben auch staatliche Institutionen versagt. Denn es gab keine wirklichen Anreize oder Programme, um diese motivierten Frauen in die sogenannte wissensbasierte Wirtschaft zu integrieren.“ Doch das Engagement von Organisationen wie “Vesna” gibt Hoffnung. In einem ehemaligen Schulhaus in der Údolní-Straße in Brno entsteht derzeit ein neuer Bildungsraum – kooperativ, inklusiv und auf gegenseitiger Hilfe basierend. „Wir wollen einfach Würde ermöglichen. Und die beginnt mit Bildung,“ ist Antonová überzeugt.  

Barbora Antonová engagierte sich in Bereichen wie Inklusion, Palliativpflege, LGBT+ sowie Minderheitenfragen und war kurzzeitig politisch aktiv. 2021 gründete sie die Initiative „Wardrobe for Families“ in Brno, seit 2022 ist sie Direktorin des Frauenbildungsinstituts “Vesna”. 

Kamila Bogdanova ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien. Sie hat Internationale Beziehungen in Prag und Brno studiert und beschäftigt sich mit der Politik in postsowjetischen Ländern sowie in Mittel- und Osteuropa. 

Péter Techet für Die Presse über die tschechischen Parlamentswahlen

In einem Gastkommentar für die österrechische Tageszeitung Die Presse analysierte Péter Techet das Ergebnis der tschechischen Parlamentswahlen. Er betonte dabei, dass der Populist Andrej Babiš die Wahlen zwar gewonnen hatte, aber keine Mehrheit im Parlament hat. Aber auch eine Regierung mit zwei weiteren populistischen Parteien, wie der antigrünen Autofahrerpartei und der EU-feindlichen SPD, wird instabil sein, insofern zeichnet sich eher ein „slowakisches“, keinesfalls ein „ungarische“ Szenario in Prag ab. 

Der Gastkommentar kann hier gelesen werden. 

Péter Techets Aufsatz über die österreichische Verfassungsgerichtsbarkeit aus historischer Perspektive

Im italienischen Sammelband La giustizia costituzionale in Europa. Da Kelsen ai giorni nostri (Turin, Verlag Giappichelli) erschien ein Aufsatz von Péter Techet über die habsburgischen Wurzeln der österreichischen Verfassungsgerichtsbarkeit vor und nach 1918 mit Blick auch auf die Entstehung des tschechoslowakischen Verfassungsgerichtes nach dem Ersten Weltkrieg. 

Briefing on Parliamentary Elections in the Czech Republic 2025

Read the briefing by Kamila Bogdanova here:

Also follow the discussion available on the YouTube channel of the IDM:

Kamila Bogdanova and Malwina Talik at the Globsec Forum 2025

Kamila Bogdanova and Malwina Talik attended the 2025 GLOBSEC Forum, held in Prague from June 12 to 14. The international Forum which celebrated its 20th anniversary, has established itself as one of Central Europe’s most influential platforms for debate on security, resilience, and global affairs. This year’s edition took place under the theme “Commanding (in) Chaos: Time for Europe to Step Up”, a clear call for leadership amidst growing geopolitical uncertainty.

Kamila Bogdanova joined the Forum as part of the Conference Floor Team, assisting on-site with the organisation of the high-level sessions and audience support. Malwina Talik participated as a co-author of one of GLOBSEC’s recent reports, “Women Strengthening European and NATO’s Security and Resilience in the Countries of the Eastern Flank“.

“A Digital Battlefield”: Sebastian Schäffer and Malwina Talik about Russian disinformation

„A Digital Battlefield: How Russian Disinformation Influences Voter Behaviour in Central and Eastern Europe“, an article by Sebastian Schäffer and Malwina Talik, was published in How to Defend Democracy in the Digital Age, a volume produced through the collaboration of TOPAZ, the Wilfried Martens Centre for European Studies, and the Campus Tivoli. 

In their analysis, the authors examine Russian disinformation tactics in the electoral context, highlight past instances of confirmed interference, and focus on the cases of Romania, Moldova, and Poland.
 

The publication is available in both English and Czech. Find out more here. 

Sebastian Schäffer for FO° Talks on Europe’s geopolitical challenges and US policy shifts

In this FO° Talks, IDM Director Sebastian Schäffer and Fair Observer Founder, CEO & Editor-in-Chief Atul Singh dive into the growing geopolitical challenges Europe faces amid shifting US policies. They explore the implications of US actions on European unity, highlighting concerns over the US’s evolving role as a stabilizing force in the region. From the rise of nationalism and internal EU divisions to the challenges posed by Russian aggression, they examine Europe’s struggle to maintain cohesion in the face of both internal and external threats. Schäffer emphasizes that Europe is at a critical juncture, warning of the potential consequences if the EU fails to act decisively. The conversation also touches on Europe’s social market model and explores the future of European defense and integration amidst rising far-right movements and growing divisions within the EU.

Watch the whole discussion here.

Péter Techet für ORF über das Slavkov-Treffen

In der Minderheitensendung des ORF wurde das APA-Gespräch mit Péter Techet über das Slavkov-Treffen zitiert. Am 5. März 2025 trafen sich die österreichischen, slowakischen und tschechischen Präsidenten in Slavkov (Austerlitz) bei Brünn (Brno). Techet erklärte, warum dieses Format vor 10 Jahren ins Leben gerufen wurde und ob es eine Alternative zur Visegrád-Gruppe darstellen kann. 

Der Bericht kann hier gelesen werden.