
In der Oster-Folge vom Podcast der Tageszeitung Die Presse („Was wichtig ist“) war Péter Techet zu Gast. Er sagte, dass sich der eigentliche Konflikt in Ungarn womöglich erst nach dem Wahltag zuspitzt: um Mehrheiten, Deutungshoheit und die Frage, wer das Ergebnis politisch kontrolliert.
Ob Orbán am 12. April gewinnt oder verliert, entscheidet sich laut Techet weniger in Budapest als in den kleinen Dörfern. Die Hauptstadt und viele größere Städte seien klar oppositionell – am Land aber werde festgelegt, wer in den entscheidenden Wahlkreisen vorn liegt.
Ein zusätzlicher Faktor für die Zeit nach dem 12. April ist die Außenpolitik: Vorwürfe rund um Kontakte des ungarischen Außenministers zu Sergej Lawrow und mögliche Weitergabe EU-interner Informationen liefern der Opposition Munition – und verstärken die Zuspitzung „Westen oder Russland?“.
Auch Österreich spielt hinein: Orbán umwirbt offen Verbündete in der Region, wie Herbert Kickl und die FPÖ, und hofft auf Rückenwind durch rechte Wahlerfolge. Wie realistisch ist sein Projekt, die unterschiedlichen Rechtsaußen-Strömungen in Europa zu bündeln?
Der Podcast kann hier angehört werden.