In einem Essay in der Neuen Zürcher Zeitung vergleicht Peter Techet die Systemwechsel in der Slowakei nach Vladimír Mečiar, in Kroatien nach Franjo Tuđman und in Serbien nach Slobodan Milošević – vor dem Hintergrund der Frage, ob und wie ein Systemwechsel in Ungarn nach Viktor Orbán gelingen kann.
Er meint, dass die Rückkehr zu einer liberalen Demokratie einen parteipolitischen Pluralismus erfordert, der in Ungarn derzeit jedoch noch weitgehend fehlt. Somit besteht die Gefahr, dass die liberale Demokratie in Ungarn nicht wie in Kroatien nach Tuđman nachhaltig gesichert werden kann, sondern – wenn auch nicht so drastisch wie in Serbien, aber ähnlich wie in der Slowakei nach 2023 – einen weiteren Rückschritt erleben könnte.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2026/09/peter-techet-im-zdf-heute-uber-die-verfassungsanderung-in-ungarn-3.png7681024barbara Osoriohttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngbarbara Osorio2026-09-04 14:18:062026-09-10 10:52:27Peter Techet in der Neuen Zürcher Zeitung über Systemwechsel in Ostmitteleuropa
Péter Techet wrote an op-ed for the Hungarian news portal 24.hu. The article examines the Icelandic referendum: why the EU is not attractive to developed countries, and whether there is any prospect of a “social Europe” in the context of further enlargement to the east.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2026/09/peter-techet-im-zdf-heute-uber-die-verfassungsanderung-in-ungarn-1-1.png7681024barbara Osoriohttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngbarbara Osorio2026-09-04 10:23:262026-09-10 10:27:45Péter Techet for 24.hu on EU Enlargement after Iceland’s Rejection
Director Sebastian Schäffer welcomed NatašaRašković (Executive director) and Dragan Nedeljković (Creative director) from the Serbian civil society organisationPro.Tok21 to IDM to exchange on future cooperation in the Danube Region. During the meeting, Rebecca Thorne, Research Associate at IDM, presented the institute’s activities within the Interreg project “Culture trAnSforming communiTies and economies (CAST)”, which leverages culture and sustainable tourism to build resilient, inclusive communities. The discussion also touched on potential synergies between Pro.Tok21’s civic engagement work along the Danube and IDM’s macro-regional project network.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2026/07/20260715-091001141-ios.jpg19201669barbara Osoriohttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngbarbara Osorio2026-07-15 13:33:462026-07-15 13:33:46Meeting with Pro.Tok21
During a roundtable discussion with an extended consortium on the premises of the Central European University, partners shared best practices and talked about how to continue the cooperation beyond the scope of the project.
The final presentation of results and panel discussion was part of the Budapest Balkans Forum, which was organised by our project partner the Hungarian Institute of International Affairs. Research Associate Rebecca Thorne gave an overview of the project activities and highlighted some recommendations from the policy papers, before the panellists took the stage for a discussion on enlargement momentum. The panel featured Krševan Antun Dujmović, expert advisor at the Institute for Development and International Relations; Filip Ilankovic, Research Fellow, Hungarian Institute of International Affairs; Stevan Kandic, Advisor to the Vice-President of the Parliament of Montenegro; and Grigorij Meseznikov, President of the Institute for Public Affairs (IVO). The discussion was moderated by IDM Director Sebastian Schäffer.
Thank you to the International Visegrad Fund for their support as well as to all partners for the excellent cooperation: Association for International Affairs (Czechia), Europeum (Czechia), Institute of Public Affairs (Poland), Institute for Public Affairs (Slovakia), Albanian Network for Rural Development, Institute for European Policies and Reforms (Moldova), European Policy Centre (Serbia), Ukrainian Institute for International Politics, Foreign Policy Council ‚Ukrainian Prism‘.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2026/03/budapest-event-1.jpeg15362048Rebeccahttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngRebecca2026-03-12 15:22:442026-03-16 11:20:22Shaping the future of EU enlargement: project concludes with final event in Budapest
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2026/03/thumbnail-pps-2026.png251444Ilaria Cesarinihttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngIlaria Cesarini2026-03-10 12:33:142026-05-04 09:46:30IDM PPS 3/2026 – Mutual Distrust in EU-Serbia Relations: Can Public Opinion Be Reversed?
Im österreichischen Online-Magazin Campus A wurde auch Péter Techet dazu befragt, ob die aktuellen Proteste in Serbien zu einem Machtwechsel führen könnten. Der Artikel kann hier gelesen werden.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2025/08/idm-medien-techet-campus-a-de.jpg7681024Ninon Boutelouphttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngNinon Bouteloup2025-08-14 08:11:382025-08-18 08:15:11Péter Techet für Campus A über Aleksandar Vučić
Die Donau stand schon immer im Mittelpunkt des Lebens und Wirkens der serbischen Stadt Novi Sad. VESNA LATINOVIĆ nimmt Leser*innen mit auf eine Reise durch das Programm der Kulturhauptstadt 2022, das stark von der Donau und dem Brückenbauen geprägt war.
Deutsch, Slowakisch, Ungarisch, Serbisch, Kroatisch und noch viele weitere – das sind Sprachen, die entlang der Donau gesprochen werden und die auch in und um Novi Sad zu hören sind. Im Mittellauf der Donau, in gleicher Entfernung von Quelle und Mündung, wird Novi Sad zur Brücke zwischen Ost und West. Und so inspirierten das Brückenbauen und die Donau, die Novi Sad seine wichtige und historisch-kulturell einzigartige Stellung verleihen, auch die thematischen Säulen im Kulturhauptstadtprogramm 2022.
Der Slogan »Für neue Brücken« verkörpert die Idee, den Austausch zwischen Künstler*innen und Organisationen aus Novi Sad sowie Serbien und der europäischen Kulturszene zu fördern. Die vier Themenblöcke – genannt »Programmbrücken« – Regenbogen, Freiheit, Liebe und Hoffnung wurden nach Werten benannt, die die Stadt im Zusammenhang mit der europäischen Integration weiterentwickeln möchte. Die »Programmbrücken« wiederum waren jeweils in zwei sogenannte »Programmbögen« unterteilt. So gab es beispielsweise den Bogen »Festung des Friedens« oder »Donaumeer«.
Die Zusammenarbeit Novi Sads entlang der Donau hat lange Wurzeln. Die Ausbildung von Künstler*innen und Intellektuellen in den Zentren Wien, München und Budapest ist ein wichtiger Faktor der serbischen Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Während des 20. Jahrhunderts wurde die Verflechtung der Region durch die beiden Weltkriege sowie den Zerfall Jugoslawiens unterbrochen. Nach 2000 wurden die bilateralen Beziehungen und die kulturelle Zusammenarbeit wiederhergestellt, was von Kulturschaffenden und Bürger*innen begrüßt wurde. Mithilfe des Kulturhauptstadtprogramms sollte Novi Sad zu einem eindrucksvollen Ort der Begegnung verschiedener Kulturen werden und Möglichkeiten für ein besseres Verständnis aufzeigen. Eine kulturelle Welle entlang der Donau sollte entstehen.
Erfolgreiche Kooperationen
Die Kulturhauptstadt Novi Sad 2022 fiel mit der zehnten Jubiläumsausgabe des Festivals für zeitgenössische Kunst „DanubeDialogues” im Jahr 2022 zusammen und wurde auch in das Programm integriert. Eröffnet wurde das Festival mit einer Ausstellung im Rahmen eines Städtedialogs zwischen Novi Sad und Timişoara, der bereits 2016 ins Leben gerufen wurde, als beide Städte – die sowohl geografisch als auch kulturell nahe beieinander liegen – zu europäischen Kulturhauptstädten für 2021 erklärt wurden. Schlussendlich wurde in Folge der Corona-Pandemie das Kulturhauptstadtjahr für Novi Sad auf 2022 und für Timişoara auf 2023 verschoben. Für 2022 wählte das Kurator*innenduo Alina Şerbaia (Rumänien/Großbritannien) und Sava Stepanov (Serbien) Werke von Künstler*innen aus, die ihre Sicht auf die komplexe ökologische Frage, wohin sich die Welt derzeit bewegt, darstellen. Den Abschluss bildete die Ausstellung “Statements of Pure Consciousness” im serbischen Kulturzentrum und dem rumänischen Kulturinstitut in Paris.
Die Ausstellungen und künstlerischen Dialoge zogen aber auch aus Novi Sad hinaus in einige kleinere Städte entlang der Donau wie Sremska Kamenica, Ćerević, Irig und Sremski Karlovci und brachten so die Kunst zu lokalen Gemeinschaften. Diese Off-Centres veranschaulichten die reiche Vielfalt, die Europa, die Donauregion und die Vojvodina gemeinsam haben. Ein universeller Wert, den es in diesen Zeiten besonders zu pflegen gilt.
Eine weitere bemerkenswerte Zusammenarbeit fand mit dem EU Japan Fest statt, einer japanischen Kulturorganisation, die die Kulturhauptstädte Europas unterstützt und den Austausch zwischen Künstler*innen aus Japan und Europa fördert. Die gemeinsame Ausstellung im Vojvodina Museum für zeitgenössische Kunst trug den Titel »Small Reboots by Japanese Artists« und brachte dem Publikum eine in Serbien weniger bekannte Kunstszene näher.
Die Donau als künstlerische Inspiration
Neben dem Ziel, neue Häfen der Kultur entlang der Donau zu bauen, widmete sich das Programm auch dem Problem, dass die Donau in manchen Abschnitten weiterhin einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Europas ist. 47 Kunstprogramme des »Donaubogens« waren daher auf die Sensibilisierung für ein stärkeres Umweltbewusstsein ausgerichtet. Das meistbesuchte Pro- jekt war der künstlerische und wissenschaftliche Štrand-Pavillon am Stadtstrand. Der sogenannte Štrand ist einer der schönsten Naturstrände an der Donau und für die Einwohner*innen von Novi Sad ein beliebter Ort der Erholung, der Erinnerungen an das erste Schwimmen, an Bootsfahrten, an den sommerlichen Zeitvertreib und an Begegnungen zwischen älteren und jüngeren Generationen. Das vielfältige künstlerische Programm, die Open-Air-Installationen und die Diskussionen über ökologische Probleme zogen ein breites Publikum an und riefen zu Aktionen für den Erhalt und den Schutz der Donau auf.
»An der schönen blauen Donau« war eine Reihe von klassischen Konzerten der talentiertesten Studierenden der Isidor-Bajić-Musikschule, die auf einem Katamaran auf der Donau stattfand. Auf seiner Route legte das Boot an mehreren Orten an (Beočin, Begeč, Futog, Rakovački zaliv, Sremska Kamenica, Sremski Karlovci), und zwar immer dann, wenn die meisten Menschen am Strand waren.
Das Ergebnis des Programms »Der Fluss – eine andere Donau-Anthologie« war ein Buch über die Donau, das nicht nur Texte über die Donau enthält, sondern auch verschiedene Aspekte des Flusses beschreibt: seine Quelle, seine Schluchten und Ufer, seine Fische und Fischer*innen, seine Überschwemmungen, Brücken, Grenzen, versunkenen Inseln und versteckten Orte. Die große internationale Wanderausstellung »Kunst am Strom« wiederum, die Werke zeitgenössischer Künstler*innen aus dem Donauraum zeigte, reiste von Ulm über die Schallaburg, Košice, Pécs und Zagreb nach Novi Sad und dann weiter nach Timişoara und Sofia.
Die Kreativität der Frauen im Donauraum wurde durch Projekte wie die Ausstellung »Danube Women Stories« thematisiert. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf jene Frauen, die die Vergangenheit von Ulm, Wien, Budapest, Novi Sad und Timişoara geprägt haben. Das Donauprogramm fand seinen Abschluss mit dem spektakulären Konzert »Europäische Kulturbrücke« des Tamburitza Philharmonischen Orchesters auf der Festung Petrovaradin.
Identitätsstiftender Fluss
Die Donau ist Teil der Identität von Novi Sad. Steht der Donauraum für die Vielfalt Europas, so steht Novi Sad für die Vielfalt des Donauraums. Diese Vielfalt zieht sich durch die Geschichte der Stadt und der Region, ist ihr Erbe und macht einen Teil der kulturellen Identität und Mentalität der dort lebenden Menschen aus. Das Programm der Kulturhauptstadt war eine gute Gelegenheit, diese Identität zu bekräftigen, auf schöne und aufregende Weise zu erneuern, stolz auf sie zu sein und neue Energie für die Zukunft zu schöpfen.
Vesna Latinović ist Kulturmanagerin, Galeristin und Verlegerin. Sie ist die Gründerin und die Direktorin der Galerie BelArt und des DanubeDialogues Contemporary Art Festivals in Novi Sad. Als Mitglied des Teams nahm sie an der Bewerbung von Novi Sad um den Kulturhauptstadt-Titel aktiv teil.
Lesen Sie hier die gesamte Ausgabe von Info Europa.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2025/07/vesna-latinovic.png7681024Ninon Boutelouphttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngNinon Bouteloup2025-07-28 09:33:562025-07-28 09:33:56Die Donau als Programm
Anlässlich des 30. Gedenktages des Genozids in Srebrenica schrieb Péter Techet einen Gastkommentar für die Tageszeitung Die Presse. In seinem Artikel betont er, dass der Versuch, in einer ethnisch und religiös heterogenen Gesellschaft Homogenität zu schaffen, zu Gewalt führt und der Idee einer pluralistischen Demokratie widerspricht. Denn in einer Demokratie soll das Volk keine homogene Einheit darstellen.
Auch der bosnische Nachrichtensender N1 berichtete über Techets Kommentar.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2025/07/die-presse-de.png7681024Ninon Boutelouphttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngNinon Bouteloup2025-07-17 09:12:552025-07-21 09:22:01Péter Techet für Die Presse über Srebrenica
What’s the latest in the debate about the controversial Jadar lithium mining project in Serbia? Why did the National Convention on the EU, a Serbian civil society platform, send a letter to the European Commission? Watch the recent IDM Short Insights to find out! Rebecca Thorne(IDM) and Strahinja Subotic (CEP) reporting from Belgrade.
Transcript
Last week, Serbian civil society sent a letter to the European Commission about the controversial lithium mining project, which has already been the subject of large-scale protests in Serbia.
Why is this important?
This is very important because the National Convention on the EU represents the voice of Serbian citizens, of Serbian society, as a platform that gathers several hundred civil society organizations, and that’s why their voice really matters.
What is the letter about?
The letter cautions against the inclusion of the lithium mining project on the list of strategic projects under the Critical Raw Materials Act. This EU regulation came into force last year to ensure that the EU has secure and sustainable access to the key resources it needs to achieve its objectives in the energy, digital, defence and aerospace industries. Selected strategic projects will receive financial support and benefit from shorter permitting procedures. Lithium is defined as critical for the energy transition due to its use in electric cars and in the renewable energy sector. And one of the biggest deposits of lithium in Europe is in an EU neighbouring country, Serbia.
What concerns does the letter raise?
Essentially, the concerns expressed by the National Convention stem from three sub-concerns. The first one is related to the already weak rule of law in Serbia. They believe the project will further weaken our democracy given that we don’t have a good oversight and that it could breed corruption. Second, they are afraid of the environmental impact of the project. The Rio Tinto company doesn’t have a good track record and people know it here. And that’s why two-thirds, basically even more, of our population disapproves of the project. So environmental issues are getting more and more traction here. And thirdly, they are afraid that this will turn the negotiation process of Serbia into a transactional game. That this will further boost Vučić’s, or our president’s, external legitimacy. And that’s something they want to avoid given the ongoing historical developments in Serbia vis-à-vis the student protests.
What happens next?
The European Commission’s response to the letter could shape Serbia’s future. Serbia started accession negotiations with the EU in 2014, and now, over 10 years later, public polls are already showing more opposition than support for the EU. Given that so many Serbians are strongly against the lithium mining project, if the EU ignores the letter, it risks making itself even more unpopular among Serbian citizens, with the next wave of protests directed against the EU and potentially jeopardising Serbia’s future of European integration.
https://www.idm.at/wp-content/uploads/2025/05/idm-short-insights-45.png7681024Ninon Boutelouphttps://www.idm.at/wp-content/uploads/2022/07/logo3-de.pngNinon Bouteloup2025-04-08 08:26:072025-05-14 08:31:23IDM Short Insights 45: Lithium, Democracy & EU popularity in Serbia
As part of the project „Central Europe and Future EU Enlargement“, the IDM organised a roundtable discussion in Belgrade on 2–3 April on the challenges of EU enlargement for Serbia, bringing think tankers from Austria, Czechia, Hungary, Poland, Slovakia and Ukraine together with local experts on Serbian foreign, domestic and environmental policy.
The first session focused on Serbia’s multi-vector foreign policy, its relations with Kosovo and the recent signing of the strategic dialogue between the US and Serbia. The second session explored the internal political and institutional challenges Serbia faces in meeting EU membership criteria as well as the necessary reforms outlined in the Reform Agenda. The third session examined Serbia’s role in the EU’s supply chain, its industrial competitiveness, and the environmental challenges linked to resource extraction. Finally, project partners gathered to discuss what role Central Europe can play in supporting Serbia’s EU integration.