Péter Techet für ARD-Tagesschau über die Bedeutung der illiberalen Demokratie in Ungarn

Im ARD-Tagesschau erklärte Peter Techet, worin das von Viktor Orbán angestrebte Konzept der illiberalen Demokratie besteht.

Im ARD-Tagesschau erklärte Peter Techet, worin das von Viktor Orbán angestrebte Konzept der illiberalen Demokratie besteht.
On 01 April 2026, IDM Research Associate Péter Techet and IDM Director Sebastian Schäffer presented the new IDM study exploring political scenarios following the Hungarian parliamentary elections.
The speakers outlined how different election outcomes, especially narrow or contested results, could shape the behavior of both the ruling party, Fidesz, and the opposition. A key focus was on the institutional and legal mechanisms that might be used to delay the certification of results or constrain a newly elected government. The presenters also discussed possible counter-strategies available to opposition parties, including legal challenges and political responses.
The session concluded with an open discussion, allowing participants to explore these scenarios further and ask questions about Hungary’s evolving political landscape.
A follow-up event will be held after the elections to assess the political situation and examine how it aligns with the scenarios outlined in the study.

Im Podcast der Frankfurter Allgemeine Zeitung wurde ein Gespräch mit Péter Techet geführt, auch aufgrund seines zuvor erschienenen Gastbeitrags für die F.A.Z., über die Frage, ob und wie Viktor Orbán im Falle einer Wahlniederlage die Handlungsfähigkeit einer neuen Regierung einschränken könnte.
Techet betonte, dass das derzeitige Parlament die Verfassung auch nach den Wahlen – bis zur Konstituierung des neuen Parlaments – weiterhin frei ändern könne. Durch eine mögliche Erhöhung der erforderlichen qualifizierten Mehrheit für Verfassungs- und Gesetzesänderungen könnte sogar eine Zweidrittelmehrheit der Oppositionspartei Tisza handlungsunfähig gemacht werden. Eine solche Situation könnte sich dann entweder auf „illegalem“ Wege oder durch Neuwahlen auflösen.
Der Podcast kann hier angehört werden (das Gespräch mit Péter Techet ist im zweiten Teil, ab 16:45).

Vor den ungarischen Parlamentswahlen sprachen Andrea Petö und Péter Techet im Ö1 darüber, welche Rolle Ungarns christliche Kirchen bei der Wahlentscheidung spielen bzw. ob sie die Kriegsrhetorik der aktuellen Regierung übernehmen.
Die Sendung kann hier nachgehört werden: https://oe1.orf.at/programm/20260408/828674/Die-neue-Rebbetzin

Im Puls4 sprach Péter Techet über die Medienpolitik und die Lage der Pressefreiheit im Orbáns Ungarn.
Die Sendung kann hier nachgeschaut werden:
https://www.joyn.at/play/serien/breaking-media-machtmedienkompetenz/1-11-breaking-media-presseunfre…

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt Péter Techet das Wesen einer illiberalen Demokratie am Beispiel Ungarns und zeigt dabei, warum und wie Viktor Orbán durch Verfassungsänderungen sogar nach den Wahlen einen Systemwechsel verhindern kann. In diesem Fall müsste eine neue Regierung auf „illegale“ Wege zurückgreifen – mit entsprechenden Risiken.
Am Beispiel Ungarns zeigt sich somit die Paradoxie, dass ein legal aufgebautes illiberales System mit legalen Mitteln nur sehr schwer abge aut werden kann. Oder ist es doch möglich, ein System abzulösen, das gerade gegen diese Option aufgebaut und abgesichert wurde?

The Bulgarian daily newspaper Dnevnik published a longer analysis about the Hungarian elections. Peter Techet described to the newspaper the key elements of the election campaign and explained the difficulty of removing the regime of Viktor Orbán even in the event of an opposition electoral victory.

In der Oster-Folge vom Podcast der Tageszeitung Die Presse („Was wichtig ist“) war Péter Techet zu Gast. Er sagte, dass sich der eigentliche Konflikt in Ungarn womöglich erst nach dem Wahltag zuspitzt: um Mehrheiten, Deutungshoheit und die Frage, wer das Ergebnis politisch kontrolliert.
Ob Orbán am 12. April gewinnt oder verliert, entscheidet sich laut Techet weniger in Budapest als in den kleinen Dörfern. Die Hauptstadt und viele größere Städte seien klar oppositionell – am Land aber werde festgelegt, wer in den entscheidenden Wahlkreisen vorn liegt.
Ein zusätzlicher Faktor für die Zeit nach dem 12. April ist die Außenpolitik: Vorwürfe rund um Kontakte des ungarischen Außenministers zu Sergej Lawrow und mögliche Weitergabe EU-interner Informationen liefern der Opposition Munition – und verstärken die Zuspitzung „Westen oder Russland?“.
Auch Österreich spielt hinein: Orbán umwirbt offen Verbündete in der Region, wie Herbert Kickl und die FPÖ, und hofft auf Rückenwind durch rechte Wahlerfolge. Wie realistisch ist sein Projekt, die unterschiedlichen Rechtsaußen-Strömungen in Europa zu bündeln?

Am 30. März fand am IDM eine Diskussion über die ungarische Medienlandschaft statt. Anlass war das neue Buch des ungarischen Journalisten Ákos Tóth. Gábor Polyák, Medienwissenschaftler an der ELTE-Universität in Budapest, und Wolfgang Rössler, Journalist bei Jetzt.at, sprachen darüber, wie Viktor Orbán sowohl den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als auch einen Großteil der privaten Medien unter seine Kontrolle bringen konnte. Zudem wurden mögliche Strategien für den Fall eines oppositionellen Wahlsieges diskutiert, wobei selbst Orbáns Herausforderer Péter Magyar kritisch gegenüber einer unabhängigen Presse eingestellt ist. Die Veranstaltung wurde von Péter Techet eingeführt und moderiert.
Über die Diskussion berichteten Der Standard und News aus Österreich und HVG aus Ungarn.
Der Standard: https://www.derstandard.at/story/3000000314889/wie-orban-unabhaengige-medien-in-ungarn-auf-linie-br…
News: https://www.news.at/politik/ungarn-pressefreiheit-orban-mediengesetz-polyak-magyar
HVG (auf Ungarisch): https://hvg.hu/360/20260401_times-ukrajna-jarulekos-veszteseg-az-iran-elleni-haboruban

The Kyiv Independent has published an op-ed by Péter Techet examining how debates over the Beneš Decrees—criticism of which was banned in Slovakia last year—have become an issue in Hungary’s election campaign. While Viktor Orbán appears to value his good relationship with Robert Fico more than the interests of the Hungarian minority, opposition leader Péter Magyar has sharply criticized the government in Bratislava.
The article can be read here: https://kyivindependent.com/how-hungarys-election-campaign-spilled-across-borders/